Bezüglich Ferrari schleicht sich in Italien langsam aber sicher Optimismus ein. Die Tests des SF21 in Bahrain waren vielversprechend. Und Charles Leclerc und Carlos Sainz scheinen sich auch gut zu ergänzen.
Ferrari ist schnell. Das zeigten auch die Tests in Bahrain, wo der Rennstall aus Maranello den dritten Platz in der Kilometerwertung einfuhr. Eines ist sicher: Die Saison 2020 muss in italien in Vergessenheit geraten, denn die war vom Anfang an von Zweifeln geprägt, wie Leclerc der offiziellen F1-Seite erzählte:
„Zu beginn des letzten Jahres herrschte eine komische Stimmung, wir begriffen damals, dass die Realität schlimmer ist, als wir uns erwartet hatten.“ Dieses Jahr soll aber alles anders sein. Leclerc: „Die Motivation war sehr groß, dorthin zurückzukehren, wo wir sein wollen“. Beim Boliden wurden einige Fehler aus dem letzten Jahr ausgebessert, und mit Carlos Sainz scheint Leclerc gut zu harmonieren.
„Ein guter Mensch“
„Er ist ein guter Mensch. Ich glaube, ich habe noch nie so viel Zeit mit einem Team-Kollegen vor einer Saison verbracht. Wir verstehen uns blendend und können auch sehr gut zusammenarbeiten“. Der Spanier soll auch viel Erfahrung von seinen vorigen Teams mitbringen, womit er sich sehr gut in die Reihen von Ferrari eingefügt haben soll.
Plus
Die Sportzeitung “Gazzetta dello Sport“ schaute sich die Fortschritte der Teams gegenüber der letzten Saison an. Wo sich Ferrari klar verbessert hat, dürfte die Motorleistung sein. Auch die Aerodynamik lässt die Fans hoffen: Auf den Geraden scheint Ferrari aufgrund des geringeren Luftwiderstandes mehr Kraft zu entwickeln. Es wurde viel an der Powerunit getüftelt, was sich anscheinend auszahlte. Ferraris Carlos Sainz erzielte mit einer späten Attacke die drittschnellste Rundenzeit der Testwoche.
Minus
Negative Vorzeichen bei Ferrari gibt es kaum: Man kann die schwachen Punkte des neuen Boliden noch nicht sehen. Das große Unbekannte ist die insgesamte Qualität des Fahrgestells und dessen Performance im Wettbewerbsmodus. Ob alle Verbesserungen funktionieren und wie sehr das neue Fahrgestell die Reifen belastet, werden wir auch erst in zwei Wochen sehen. Ferrari-Teamchef Mattio Binotto hofft auf nicht allzu große Erwartungen: Der Abstand zwischen Ferrari und den anderen Top-Teams könne nicht innerhalb eines halben Jahres aus dem Weg geräumt werden, meint er.
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