Das gab es noch nie

Ungarn-Klub zieht Spielerfrauen zur Verantwortung

Das gab es noch nie. Attila Revesz, der Klub-Vorsitzende vom ungarischen Erstliga-Verein Kisvarda, analysierte die schlechte Leistung seiner Mannschaft und zog danach die Spielerfrauen und -Freundinnen zur Verantwortung. 

Kisvarda, im Osten Ungarns, gewann lediglich zwei der letzten 14 Liga-Spiele. Der Sportdirektor des Klubs ließ die Spielerfrauen zu sich ins Büro einladen und diskutierte mit ihnen über ihre Verantwortung für die Leistungen ihrer Partner, wie er in der Sendung „Gooool“ der ungarischen TV-Station "M4" verriet (unten im Video das ominöse Interview).

„Wir haben die Damen eingeladen, ich habe mit ihnen gesprochen und sie zur Verantwortung gezogen. Bei jeder musste man einen anderen Ton anschlagen, aber sie versprachen, dass sie uns mit allen Mitteln helfen werden und ihren Partnern begreiflich machen, dass sie primär auf dem Feld liefern müssen.“ 

„Diskrete Fragen“
„Ich will keine Details nennen, denn es gab auch diskrete Fragen und viele der Frauen verzogen ihre Mienen dabei, aber ich wollte, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind“, fuhr er fort.

„Jetzt kommt das gute Wetter, wir wollen nicht, dass die Frauen mit ihren Kindern und Hunden in der Stadt unterwegs sind und dort Spaß haben. Stattdessen hätten wir gerne, dass sie ihre Männer zu Hause schlafen lassen, nicht im gleichen Zimmer mit dem Kleinkind und nicht erwarten , dass der Mann in der Nacht zum Kind aufsteht. Ja, das kam mehrere Male vor. Ich wollte die Paare dazu bewegen, ich denke dabei vor allem an die Legionäre, dass sie daran denken, wenn sie in Ungarn bleiben wollen unter solch guten Verhältnissen, dann müssen sie auch etwas dafür tun. Sie müssen ihre Männer in die bestmögliche Form bringen. Zum Fachlichen: Sie sollen den Spielern vor und nach den Spielen und Trainings Zeit zur Erholung geben und sie nicht mit Hausarbeiten belästigen. Die Nachtruhe ist sehr wichtig“, rundete der mächtige Mann von Kisvarda FC das Interview ab.

Tamas Denes
Tamas Denes
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Dienstag, 20. April 2021
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