06.03.2021 10:26 |

Einsatz in Tirol

Achensee: Schon wieder jemand im „Schlam(m)assel“

Nur zwölf Tage nachdem eine 67-Jährige in Eben am Achensee aus dem Schlamm geborgen werden musste, rückten Feuerwehr und Polizei am Donnerstag wieder zu besagtem Flussufer aus. Zwei Jugendliche hatten in dem Gebiet eine Abkürzung nutzen wollen, als eine der beiden plötzlich bis zu den Oberschenkeln im Matsch versank.

Am 20. Februar traf, wie berichtet, erstmals ein Notruf ähnlicher Art ein: Eine Großmutter (67) war mit ihren beiden Enkelkindern am Ufer des Achensees in Eben am Achensee spazieren gewesen, als sie plötzlich im Schlamm versank. Etwa eine Stunde hatte sie versucht, sich selbst zu befreien, bis die Feuerwehr zur Bergung gerufen wurde.

Die junge Frau, die am Donnerstag in etwa dasselbe Schicksal ereilte, war im selben Gebiet mit einer Freundin unterwegs gewesen. Die beiden entschieden sich dazu, eine Abkürzung über das Südufer zu nehmen. Feuerwehrkommandant Albert Eberharter gab der „Krone“ abermals Auskunft: „Es ist sehr verlockend, denn da ist es schattig und ein anderer Weg war vereist.“ Doch gegen 12.30 Uhr mussten sie einen Notruf absetzen.

Händisch ausgegraben
„Der Schlamm ist so weich, mit nur einem Schritt kann man gleich bis zum Knie versinken“, schildert der Kommandant. Konkret handelt es sich um einen Abschnitt von ein bis drei Metern an einem kleinen Bacheinlauf. Bei der Bergung der Jugendlichen, die bis zu den Oberschenkeln versunken war, wurde gleich vorgegangen wie bei der 67-Jährigen - die Helfer bastelten aus Leitern eine Art Gerüst, auf dem sie sich dem Mädchen näherten.

„Rausziehen ist unmöglich“, schildert Eberharter, „sie musste händisch ausgegraben werden.“ Später gaben die Jugendlichen zu, von dem Risiko gewusst zu haben.

Mirjana Mihajlovic
Mirjana Mihajlovic
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