15.12.2010 18:38 |

Lockerer Umgang

Krankenhaus-Geld für Kunst und eine deutsche Agentur

"Sogar bei Krebskranken soll gespart werden. In der Kabeg wird dafür mit dem Geld nur so geprasst", haben sich viele Anrufer nach dem "Krone"-Bericht über den lockeren Umgang von Spitalsmanagerin Ines Manegold mit den Finanzen empört. Sogar ein Kunstwerk, das gar nicht der Kabeg gehört, wurde für viel Geld saniert.

Ein Relief von Hans Bischoffshausen, das sich im Besitz des Museums Moderner Kunst befindet, wurde heuer mit Kabeg-Geld renoviert und im Klinikum angebracht. 22.000 Euro machte Manegold dafür aus dem Krankenhaus-Finanztopf locker. Die Begleitumstände sind aufklärungswürdig.

Im der "Krone" vorliegenden Schriftverkehr zwischen Manegold und dem Restaurator meint dieser, sein erster Kostenvoranschlag sei "in der Euphorie" zu günstig gewesen. Und: "Nun ein für mich besserer korrigierter Kostenvoranschlag." Ein Naheverhältnis wird durch den Satz belegt: "Wir sehen uns ja bald anlässlich der Oper, es wird sehr schön." Manegold akzeptierte das noch am selben Tag.

"Kunst am Bau"
Von der "Krone" befragt, rechtfertigt sich die Kabeg-Chefin mit "Kunst am Bau" und dem Plan, das Werk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Den Vorwurf, Spitalsgeld für ein Relief, das nicht den Spitälern gehört, zu verwenden, wischt sie mit "es gehört ja alles irgendwie dem Land" vom Tisch.

Für Aufregung sorgt auch die Tatsache, dass die Ausschreibung für den ärztlichen Leiter des Spitals über eine Düsseldorfer Personalagentur läuft. Dort war Manegold vor ihrem Wechsel nach Klagenfurt tätig.

von Fritz Kimeswenger, "Kärntner Krone"

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