20.02.2021 10:00 |

600 Salzburger geimpft

Langsamer Start der Impfstraßen

Bereits routiniert durch die Teststraßen hat das Rote Kreuz nun auch die erste Impfstraße in der Stadt Salzburg in Betrieb genommen. Vorerst kann das Serum aber nur wenigen Salzburgern verabreicht werden. Wann die Impfstraßen in den Vollbetrieb wechseln werden, hängt von den zukünftigen Liefermengen ab.

Immer wieder bleiben Senioren rund um die Halle 10 im Messegelände stehen. Manche alleine, manche mit ihrer Begleitung am Arm. Was sie alle gemeinsam haben: Sobald ihr suchender Blick das Schild „Eingang Impfstraße“ streift, entspannt sich ihre Miene.

Am Freitag, 19. Februar, startete im Salzburger Messezentrum die erste Impfstraße. Auf zwei Linien können täglich 300 Personen geimpft werden. Die Dosen werden vorerst nur an diesem Wochenende injiziert – weil nur 600 Portionen zur Verfügung stehen. In Zukunft versucht man, den Betrieb der Impfstraßen flexibel nach den Liefermengen zu richten. Die Straßen werden vom Roten Kreuz im Auftrag des Landes geführt. Da Seniorenwohnhäuser und Gesundheitseinrichtungen laut Land „so gut wie durchgeimpft“ sind, nimmt man nun die nächsten Bevölkerungsgruppen in Angriff: Salzburger über 80, Gesundheitspersonal über 65 und unter 18 Jahren, sowie Menschen mit Hochrisiko-Erkrankungen.

Benutzt wird zurzeit ausschließlich der Impfstoff von Hersteller Biontech/ Pfizer. Zusätzlich gibt es am heutigen Samstag auch eine Impfstraße im Kongresshaus St. Johann im Pongau.

Bis dato wurde 13.220 Salzburgern die gesamte Impfung verabreicht, 17.319 haben den ersten Teil erhalten. Damit ist Salzburg im Österreich-Vergleich auf dem vorletzten Platz – nur die Steiermark hat prozentuell noch weniger verimpft.

Lerneffekt durch die Knappheit im Jänner?


Laut Gesundheitsreferent Christian Stöckl liegt Salzburgs Rückstand auch daran, dass man Reserven für den jeweiligen Zweitstich bildet. Offenbar ist ein Lerneffekt eingetreten: Anfang Jänner mussten Betroffene ja noch um ihre zweite Dosis bangen, weil es laut Impf-Koordinator Robert Sollak „der politische Wille war, alles zu verimpfen, was da ist“ (die „Krone“ hat berichtet).

An allen Standorten zusammen könnte man laut Rotem Kreuz bis zu 22.000 Injektionen pro Woche abwickeln. Mit Vollbetrieb rechne man aber frühestens im April.

Marie Schulz
Marie Schulz
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