18.02.2021 16:36 |

Trotzdem Dividende

Uniqa streicht in Europa bis zu 700 weitere Jobs

Der Uniqa-Konzern hat angekündigt, nach dem Kauf der AXA-Gesellschaften in Polen, Tschechien und der Slowakei heuer in diesen drei Ländern 600 bis 700 Mitarbeiter abzubauen. Auch in Österreich verlieren - wie berichtet - 600 Angestellte ihre Jobs - jeder Zehnte ist davon betroffen. Eine Dividende soll entgegen einer früheren Ankündigung aber ausgezahlt werden.

Mit dem Zukauf der AXA-Gesellschaften war der Anteil der Mitarbeiter in den drei Staaten um 2000 Personen auf 3800 gestiegen. 150 Führungskräfte sind ihren Job los, das entspricht etwa der Hälfte. Nur ein einstelliger Prozentsatz werde beim Jobabbau durch natürlichen Abgang das Unternehmen verlassen. In Österreich sei das hingegen bei 150 der 600 Menschen der Fall, erklärte Uniqua-Konzernchef Andreas Brandstetter am Donnerstag.

Ziel sei, die Kosten in den drei CEE-Ländern um 20 Prozent zu senken, je zur Hälfte bei den Personalkosten und bei den Sachkosten, erinnerte Brandstetter: „45 Millionen Euro wollen wir da über die Jahre heben.“ Aktuell ist der Personalabbau mit hohen Kosten verbunden, die im Vorjahr den Gewinn stark drückten. 99 Millionen Euro machten der Restrukturierungsaufwand vor allem fürs Personal in Österreich aus, 38 Millionen Euro die AXA-Integration und der Mitarbeiterabbau in CEE.

96 Prozent der Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice
Insgesamt zählt der Konzern 15.000 Leute, davon 6000 in Österreich. In den drei Ländern betrifft die Reduktion 18 Prozent der Mitarbeiter, rechnet man Ungarn hinzu, geht es um 15 Prozent in vier Ländern. 96 Prozent der Mitarbeiter würden hierzulande derzeit in der Pandemie von zu Hause aus arbeiten, wie schon im Vorjahr.

Dividende für 2020 soll nun doch ausgezahlt werden
Das Unternehmen berichtete auf Twitter zudem, dass vorläufige Ergebnis sei im Krisenjahr 2020 über den Erwartungen gelegen. Entgegen der Ankündigung von April 2020, die Dividende ausfallen zu lassen, will die Uniqa für das abgelaufene Geschäftsjahr doch eine Gewinnausschüttung an ihre Aktionäre vornehmen. Die Dividende soll - wie für 2019 - bei 0,18 Euro je Aktie liegen.

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