Das Organisationskomitee der Olympischen Winterspiele in Turin 2006 (TOROC) und das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) haben ihren Machtkampf beendet. "Frieden zwischen CONI und TOROC", titelte die "La Gazzetta dello Sport" am Freitag nach einem von der Zeitung veranstalteten Gipfeltreffen. Der von der italienischen Regierung als Schlichter vorgesehene Mario Pescante muss demnach nicht die kommissarische Leitung der Olympia- Vorbereitungen übernehmen.
Damit präsentieren sich die Italiener vordem Besuch des Präsidenten des Internationalen OlympischenKomitees (IOC), Jacques Rogge, am kommenden Donnerstag bei ItaliensMinisterpräsidenten Silvio Berlusconi in Rom wieder einig.
"TOROC hat gute Arbeit geleistet, wir brauchen keinenkommissarischen Leiter", erklärte CONI-Präsident GianniPetrucci, der dem TOROC vor zwei Wochen noch Alleingängevorgeworfen hatte. So hatte sich Petrucci beschwert, dass er überdie Ernennung von Fiat- Präsident Luca di Montezemolo zumPräsidenten des TOROC-Ehrenkomitees nicht informiert unddie Präsentation der Olympia-Maskottchen "Neve" und "Gliz"vor zwei Wochen in Rom nicht mit dem CONI abgestimmt worden sei.Damals war der schon länger schwelende Streit zwischen TOROCund CONI eskaliert. Die CONI-Chefs fehlten bei der Maskottchen-Präsentation in Rom. "Wenn das TOROC sein Verhalten nichtändert, werden wir an keiner Versammlung mehr teilnehmen",schimpfte Petrucci damals.
Auch TOROC-Präsident Valentino Castellani stimmtebei dem Treffen am Donnerstag versöhnliche Töne an."Ich sehe unsere Fehler ein, ich werde keine Entscheidungen treffen,ohne das Einverständnis von Pescante", sagte Castellani.Die Regierung hat durch ihren für den Sport zuständigenStaatssekretär Pescante, der auch dem IOC angehört,nun einen für TOROC und CONI akzeptablen Vermittler in dasOlympia- Team 2006 eingefügt, ohne jedoch das TOROC zu entmachten.
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