Unfall mit Seilwinde

Für Pistengeher wird’s jetzt auch am Kasberg eng

Der Kasberg kocht – allerdings nicht kulinarisch, sondern eher die dortigen Liftbetreiber vor Wut. Nachdem es einen nächtlichen Unfall gab, bei dem ein Pistengeher in eine Seilwinde donnerte, setzte die Betriebsleitung den Wintersportlern eine Art Ultimatum: Wohlverhalten, sonst gibt es eine nächtliche Totalsperre.

„Sollten sich wieder Pistengeher nicht an unsere Vorgaben halten, wird das Pistengehen abends komplett verboten werden!!“ Das posteten die Kasberg-Almtal Bergbahnen am Donnerstag auf Facebook. Der Grund für die Kampfansage an die „Pistenparasiten“: Zuvor war ein Pistengeher nachts auf einer eigentlich gesperrten Abfahrt gegen ein gespanntes Drahtseil gedonnert, zum Glück aber mit blauen Flecken davon gekommen.

Lebensgefahr
„So etwas ist lebensgefährlich. Wir müssen das Seil spannen, damit unsere Maschinen die steilen Pisten präparieren können“, erklärt Kasberg-Betriebsleiter Josef Schrey: „Diese Drahtseile sind nur elf Millimeter stark, die sieht man in der Dunkelheit nicht. Ich bin selbst einmal mit meinen Skidoo dagegen gefahren.“

Regeln nur teilweise eingehalten
Die nächtlichen Aufstiege und Abfahrten sind generell Donnerstagabend und an Vollmondnächten erlaubt, allerdings nur auf drei klar definierten Pisten. Doch die Bereitschaft, diese Regeln zu akzeptieren, hält sich in Grenzen, bedauert Schrey: „Eine Skipiste ist eine Sportanlage wie jede andere, es gelten dieselben Auflagen. Und wir machen das ja nicht zum Spaß. Eine frisch präparierte Skipiste braucht wie Beton acht bis zwölf Stunden zum Abbinden, sprich Aushärten.“

Nachteulen zahlen am Kasberg zehn Euro Parkplatzgebühr, tagsüber sind die Tarife für Tourengeher je nach Liftbenützung gestaffelt. Auf der Höss in Hinterstoder ist das Pistengehen verboten. Auch auf der Wurzeralm gab es heftig Brösel.

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Mittwoch, 22. September 2021
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