11.02.2021 13:05 |

Nach Schiffbruch

Trio aus Kuba überlebt 33 Tage auf einsamer Insel

Der Aufenthalt auf einer einsamen Insel auf den Bahamas wurde für drei Kubaner zu einem Alptraum: Denn die Gruppe von zwei Männern und einer Frau war nicht freiwillig dort, sondern nach einem Schiffbruch 33 Tage lang auf der Insel gefangen. Sie hatten es wie durch ein Wunder geschafft, sich von Kokosnüssen, Muscheln und Ratten zu ernähren. Die US-Küstenwache, die die Schiffbrüchigen rettete, wunderte sich über den verhältnismäßig guten Zustand der Gruppe.

Die drei erklärten, dass ihr Boot während eines Unwetters gekentert war. Es gelang ihnen, zu der unbewohnten Insel Anguilla Cay zu schwimmen, wo der Kampf um ihr Überleben erst so richtig begann.

Suche nach Wasser am schwierigsten
Sie aßen alles, was auf der Insel zu finden war - auch von Ratten sollen sie sich ernährt haben. Sie erzählten nach ihrer Rettung, dass die Suche nach Wasser am schwierigsten gewesen sei. Um auf ihre missliche Lage aufmerksam zu machen, bauten sie außerdem eine improvisierte Flagge. Diese soll ihnen auch Wochen später das Leben gerettet haben, als ein Patrouillen-Flugzeug diese erspähte.

Rettung konnte erst am Tag nach Sichtung erfolgen
Doch die Küstenwache konnte die Schiffbrüchigen zunächst wegen schlechten Wetters nicht retten - sie warfen jedoch Essen, Wasser und ein Funkgerät ab, um mit ihnen in Verbindung bleiben zu können. Erst am nächsten Tag wurden die Kubaner mit einem Helikopter in Sicherheit gebracht. Im Krankenhaus wurde später festgestellt, dass das Trio keine Verletzungen davongetragen hatte. Die drei Kubaner waren jedoch dehydriert.

„Dank unserer Flugzeugbesatzungen, die fleißig Routinepatrouillen durchführen, konnten wir die Menschen in Not entdecken und eingreifen“, erklärte Sean Connett von der Küstenwache. „Es war unglaublich. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft haben. Ich bin erstaunt, dass sie in einer so guten Verfassung waren“, sagte Leutnant Justin Dougherty dem Sender WPLG.

Kubaner könnten auch illegale Migranten sein
Die Version des Schiffbruchs der Geretteten gibt der Küstenwache jedoch Rätsel auf. Brandon Murray von der Küstenwache erklärte, es könnte sich auch um Migranten handeln, die so versucht hätten, illegal in die USA zu gelangen. Es sei auch denkbar, dass sie einfach Fischer seien. Der Beamte zeigte sich jedenfalls beeindruckt von dem Vorfall: „Ich kann mich nicht an eine Zeit erinnern, in der wir Menschen gerettet haben, die über einen Monat auf einer Insel gestrandet waren“, erklärte er der Zeitung „Sun-Sentinel“ aus Kalifornien.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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