Die Ausgaben für die Verpflichtung von Spielern in der englischen Premier League sind in der abgelaufenen Transferphase deutlich niedriger gewesen als in den Vorjahren. Laut einem Bericht des Wirtschaftsdienstleisters Deloitte lagen die Ausgaben für Neuzugänge im Jänner bei umgerechnet rund 80 Millionen Euro. Im Jänner 2020 waren es noch gut 260 Millionen Euro gewesen.
Etwa 75 Prozent der Transferausgaben entfallen dabei auf nur drei Profis. Amad Diallo wechselte laut Medienberichten für rund 22 Millionen Euro von Atalanta Bergamo zu Manchester United. Aston Villa verpflichtete den Franzosen Morgan Sanson für geschätzte 16 Millionen Euro von Olympique Marseille. West Ham United holte Said Benrahma, der bisher auf Leihbasis für den Klub spielte, für rund 23 Millionen Euro langfristig von Brentford.
Als Gründe für den deutlichen Rückgang der Transferausgaben insgesamt nannte Deloitte neben der wirtschaftlichen Unsicherheit aufgrund der Coronavirus-Pandemie auch die Auswirkungen des Brexits. Nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union benötigen Profis aus dem europäischen Ausland eine Arbeitserlaubnis. Im Winter-Transferfenster, das in England bis Montag offen war, wurden in der Premier League nur 24 Neuzugänge vermeldet, knapp die Hälfte des Vorjahres (46).
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