Im Dusika-Stadion

Markus Fuchs: Erst Flugverbot, dann Sensationslauf

Sport-Mix
30.01.2021 22:07
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die Corona-Pandemie schreibt auch im Sport weiter verrückte Geschichten! Etwa, wie Österreichs Sprint-Ass Markus Fuchs beim „Indoor Track & Field“ zu seinem besten 60-m-Saisoneinstieg seiner Karriere kam! Der Niederösterreicher hatte einen Fixplatz für das Weltklasse-Meeting am Sonntag in Düsseldorf, wartete schon im Flughafen Schwechat auf den Aufruf seiner Maschine, wurde dann aber wegen einer neuen Vorschreibung (Antigen- und PCR-Test) nicht mitgenommen, fuhr ins Dusika-Stadion und lief dort großartige 6,73!

„Über den Saisoneinstieg bin ich megahappy, das war schon saugeil, es ist aber unglaublich, was derzeit mit dem Reisen alles passiert“, meinte Markus Fuchs. Er war rechtzeitig am Flughafen, hatte eingecheckt, als plötzlich die beiden Kontrollen verlangt wurden. „Ich hatte nur einen Antigen-Test vorzuweisen. Weil ich aber über Holland fliegen wollte, hätte ich für den Transit in Amsterdam auch einen negativen PCR-Test haben müssen. Das war vollkommen neu!“ So rief er seine Freundin an, die ihn ins Dusika-Stadion fuhr.

„Eigentlich sensationell"
Da war er rechtzeitig zum Aufwärmen für den zweiten von drei Veranstaltungsabschnitten in der Halle - und lief dann im Finale hinter Hallen-Europameister Jan Volko (Slk/6,68) und Aleksa Kijanovic (SRB/6,69) auf den dritten Platz. „Unter diesen Umständen eigentlich sensationell“, meinte Österreichs Sprint-Star, der bisher als schnellsten Saisoneinstieg aus dem Vorjahr über 60 m 6,74 Sekundenn zu Buche hatte. Jetzt hofft er nächste Woche auf eine Spitzenzeit in Ostrava, „wenn ich da mal hinfahren kann. Wer weiß?!“

Im Frauen-Sprint lief die von Philipp Unfried trainierte Leni Lindner über 60 m zweimal Bestzeit - im Vorlauf 7,47 Sekunden, im Finale als Dritte hinter Viara Neville (Irland/7,30) und Astrid Glenner-Frandsen (Dä/7,42) schon 7,43. Alexandra Toth wurde in 7,52 Fünfte. Dahinter verbesserte die von Herwig Grünsteidl gecoachte Nina Mayrhofer den seit 1989 bestehenden österreichischen U18-Rekord von Christina Öppinger (7,63) um fünf Hundertstel auf starke 7,58 Sekunden.

Sarah Lagger, die schon über 60 m Hürden in 8,68 persönliche Bestzeit gelaufen war, überzeugte auch als Siegerin im Weitsprung. Mit 5,98 verfehlte die U20-Vizeweltmeisterin im Siebenkampf die 6,00-m-Marke nur hauchdünn. „Ich bin mit dem Saisonstart sehr zufrieden“, meinte die Kärntnerin, die nächste Woche bei einem kleinen Meeting in Linz in der Kornspitzhalle über 60 m Hürden und im Hochsprung startet. Dort bestreiten Ivona Dadic und Verena Preiner ihren Saisoneinstieg.

Olaf Brockmann

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