„Schonfrist“ vorbei

Tiertransporte: Wir wollen jetzt Taten sehen!

Österreich
31.01.2021 06:00

Fast ein Jahr ist es her, dass beim extra von der „Krone“ einberufenen Tiertransport-Gipfel breiter Konsens gegen Tierleid erzielt und auch vollmundig Versprechungen gemacht wurden. Freilich kam Corona dazwischen - aber jetzt fordern wir von den Zuständigen Taten ein!

Wie absurd und krank das System der Transporte von Tieren, die teils unter den horrendesten Umständen durch die Welt gekarrt werden, ist, zeigt allein die Grafik. Wir produzieren mehr, als wir essen können - schicken aber Tiere durch die Welt und importieren im absurden Gegenzug massenhaft. Wie kann es sein, dass ein Kalb aus Österreich wochenlang in den Libanon gekarrt und dort auch noch unter barbarischen Umständen (wir ersparen Ihnen Fotos dazu) hingerichtet wird?

(Bild: Vier Pfoten, krone.at)

Vorstoß Richtung Kennzeichnungspflicht in Kantinen zu wenig
Und es geht um unsere Bauern: Wenn wir ihre Produkte essen, muss wohl keiner ein Tier aus Kostengründen auf die Reise schicken. Von Agrar-Ministerin Elisabeth Köstinger - die leider weder beim „Krone“-Gipfel noch beim folgenden von Minister Anschober dabei war und bei deren Enthusiasmus zum Thema, elegant formuliert, eventuell noch Luft nach oben ist - kam dazu zwar ein Vorstoß in Richtung Kennzeichnungspflicht in Kantinen. Das ist freilich viel zu wenig. Auch für unsere Landwirte.

Zitat Icon

Wir lassen da nicht locker und fordern Antworten ein, im Auftrag unserer Leser. Tierquälerei kann niemanden kaltlassen.

"Krone"-Chefredakteur Klaus Herrmann

Vor fast einem Jahr war unser Gipfel, Einigung wurde in wichtigen Punkten erzielt. Nur noch österreichisches Fleisch in öffentlichen Großküchen von Bundesheer bis Krankenhaus. Förderungen für Landwirte, die Tierwohl-orientiert arbeiten (teilweise schon in Umsetzung). Die Förderung von Mutterkuhhaltung und Mast von Kälbern im Inland sowie die sofortige Kontrollverschärfung aller Tiertransporte durch unabhängige Organisationen.

Täglich leiden Tiere
Freilich kam Corona als riesiger, unvorhergesehener „Brocken“ dazwischen; aber jetzt ist die „Schonfrist“ vorbei - täglich leiden hier Tiere! Wir fordern Antworten von den Regierenden ein. „Allein im Auftrag unserer Leser“, betont „Krone“-Chefredakteur Klaus Herrmann. „Wir erhalten täglich zahlreiche Briefe von Lesern, die Tierschutz und endlich ein Ende der Transporte einfordern.“ Wie wichtig das Thema den Österreichern ist, zeigt allein die Beteiligung jüngst am Tierschutzvolksbegehren, das trotz Lockdown von 416.000 Leute unterschrieben wurde.

Wir bleiben dran, wir fordern ein, wir berichten.

Maggie Entenfellner und Christa Blümel, Kronen Zeitung

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