26.01.2021 14:34 |

„Menschen wollen raus“

Schramböck: Skigebiete in Österreich bleiben offen

Nun ist fix, wie es mit den Skigebieten weitergeht: Sie bleiben offen! „Die Menschen wollen raus und Sport betreiben“, betonte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) am Dienstag. Auch das Ausüben des Eislaufsports sei möglich. Schramböck appellierte an Wintersportler, die aktuellen Corona-Regeln einzuhalten. 

Die Ministerin verwies darauf, dass Outdoor-Sport möglich sei. In Skigebieten sei jedoch das Tragen einer FFP2-Maske beim Transport (Lifte, Gondeln) Pflicht. „Auch das Einhalten des Mindestabstands von zwei Metern bildet da eine wichtige Basis“, so Schramböck.

Kritik an privaten Auslandsreisen
Kritik übte sie daran, dass das Virus in der südafrikanischen Mutation möglicherweise durch private Auslandsreisen eingeschleppt wurde. „Dafür habe ich kein Verständnis, das ist unverantwortlich“, so die Ministerin nach einem Corona-Cluster im Tiroler Zillertal.

Zwei Drittel für Offenhalten der Lifte
Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) trat vor der Pressekonferenz Schramböcks für das Offenlassen der Skigebiete ein. Dies soll er laut „Presse“ in einem internen Gespräch mit dem Bund am Montag gesagt haben. Er wisse nicht, ob er sich durchsetzen und die Skilifte offen halten könne, wurde Platter zitiert. Umfragen zufolge sollen zwei Drittel der Bevölkerung für das Offenhalten der Lifte sein. 

Die Diskussion um eine Schließung der Skilifte war erneut aufgekommen, als die jüngsten Bewegungsdaten der Österreicher zeigten, dass sich von Lockdown zu Lockdown immer weniger Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken und daheim bleiben. Unter anderem der Epidemiologe Gerald Gartlehner hatte sich am Montag nach dem Auftauchen von Clustern neuer Virusvarianten für ein komplettes Herunterfahren des Landes inklusive einer Schließung von Skiliften und Seilbahnen starkgemacht, um den Bewegungsradius der Österreicher wieder zu reduzieren. 

Party-Alarm um Skiurlauber in St. Anton am Arlberg
Für Schlagzeilen sorgt derzeit auch St. Anton am Arlberg: Dutzende sogenannte „Ski Bums“ - junge Briten, Schweden und Dänen mit den Vorlieben Snowboarden, Skifahren und Partys - quartierten sich in dem bekannten Tiroler Wintersportort ein. „Offenbar kursieren Tipps im Internet, wie man Verbote umgeht und unbehelligt nach St. Anton kommt, nämlich mit dem Zug aus Zürich“, sagte der St. Antoner Bürgermeister Helmut Mall in einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung“. Es gebe Fotos, wo „30 bis 40 Partygäste zu sehen sind“, so Mall, der sich auch über schwarze Schafe unter den Vermietern empört zeigte.

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