22.01.2021 14:38 |

Verschärfte Maßnahmen

FFP2-Pflicht auch in Praxen, Zügen und Flugzeugen

Ab Montag gilt in vielen Bereichen die verschärfte Maskenpflicht. Auch in Ordinationen von Ärzten, in Zügen, Bussen und Bahnhöfen, ebenso in Flugzeugen und auf Flughäfen ist dann die FFP2-Maske ohne Ausatemventil verpflichtend zu tragen. Im Handel, wo die verschärfte Verordnung ebenfalls gilt, wird die FFP2-Maskenpflicht wohl recht unterschiedlich gehandhabt ...

In drei Tagen würden - wie jeden Montag - Tausende Personen ab der Früh Ärzte aufsuchen. „Kommen diese Menschen ohne FFP2-Maske, dürften sie die Ordination laut Gesetz nicht betreten“, warnte Präsident Christoph Reisner von der NÖ-Ärztekammer. Dies sei unerwähnt geblieben, „während in der Pressekonferenz unserer Politiker Supermärkte und öffentliche Verkehrsmittel“ aufgezählt worden wären, bemängelte er am Freitag.

FFP2 in Zügen, Bussen, Bahnhöfen
Auch in den Zügen, Bussen und Bahnhöfen der ÖBB gilt ab Montag eine FFP2-Maskenpflicht. Die Fahrt ohne FFP2-Maske oder mit einem Mund-Nasen-Schutz geringerer Schutzklasse ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr erlaubt und wird entsprechend gestraft, erinnerten die Bundesbahnen am Freitag. Die Nichteinhaltung der neuen Vorgaben kann bis zu 40 Euro kosten. Mit der Einführung der neuen Regelung werden wieder Schwerpunktkontrollen durchgeführt.

FFP2-Masken in Flugzeugen
Und auch die Austrian Airlines (AUA) verschärfen ihre Maskenpflicht. Ab Montag seien auf allen Flügen nur noch FFP2-Masken erlaubt, das gelte sowohl für die Crew als auch für die Passagiere, teilte die AUA am Freitag mit. Die AUA führt die FFP2-Pflicht „bis auf Weiteres“ - also ohne ein genaues Enddatum - ein.

Neben einer FFP2-Maske sind auch höher klassifizierte Masken, wie beispielsweise FFP3-Masken ohne Ventil, erlaubt, so die AUA. Zudem gelten die Ausnahmen gemäß der neuen Verordnung: So dürften Fluggäste zwischen sechs und 14 Jahren und Schwangere mit normalem Mund-Nasen-Schutz reisen. Kinder unter sechs Jahren sind von der Masken-Tragepflicht ausgenommen.

FFP2-Masken am Airport
Am Flughafen Wien wird man sich ebenfalls an die ab Montag geltende neue Verordnung der Regierung anpassen, teilte ein Sprecher mit. Ab 25. Jänner gelte „in Flugzeugen und im öffentlich zugänglichen Bereich der Terminals“ eine FFP2-Maskenpflicht sowie ein Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen. Erwerben könne man FFP2-Masken im Supermarkt in der Ankunftshalle.

Unterschiedlich strenge Durchsetzung im Handel
Ab Montag müssen Kunden auch in Geschäften eine FFP2-Maske tragen. Seit Donnerstag verkaufen die meisten Ketten solche Masken um 59 Cent, die Lugner-City sogar um 50 Cent. Bisher kosteten sie zwei bis acht Euro. Entsprechend groß ist die Nachfrage, allerdings versichern die großen Ketten alle, genug Masken zu haben. Unterschiede dürfte es aber geben, wie strikt das Verbot ab Montag durchgesetzt wird.

„Wir werden Kunden am Montag höflich auf die FFP2-Maskenpflicht aufmerksam machen. Eine Maske kann man bei uns ja bekommen. Mehr können wir nicht tun“, heißt es etwa von Spar. Deutlich strikter plant das die Rewe-Gruppe (Billa, Merkur) zu handhaben. „Wer sich trotz Aufforderung nicht daran hält, dem können wir keinen Zugang zu unseren Geschäften gewähren“, teilte ein Sprecher mit. Hofer verweist ebenfalls darauf, dass das Tragen einer FFP2-Schutzmaske für alle ab 14 Jahren gilt, die nicht eine medizinische Ausnahme geltend machen können. 

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