15.01.2021 09:11 |

Aktivitäten nehmen zu

Rechtsextreme bauen ihr Netzwerk in US-Armee aus

Rechtsextreme Gruppen haben nach US-Regierungsangaben die Zahl ihrer Unterstützer in den Reihen der Streitkräfte in den vergangenen Monaten gesteigert. Ein hochrangiger Mitarbeiter im Verteidigungsministerium sagte am Donnerstag, die Gruppierungen betrieben im Militär regelrechte Rekrutierungskampagnen. Im Verlauf des vergangenen Jahres hätten die rechtsextremen Aktivitäten innerhalb der Streitkräfte zugenommen. Der Pentagon-Mitarbeiter kündigte eine Untersuchung zum Ausmaß des Rechtsextremismus in der Armee an.

Nach dem Sturm auf das Kapitol am Mittwoch vergangener Woche hatten die Sorgen zugenommen, dass gewalttätige Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump zahlreiche Verbündete in der Armee und den Sicherheitsbehörden haben könnten. Der Generalstab der US-Armee veröffentlichte eine Erklärung, in der er den Angriff auf den Kongress in Washington scharf verurteilte und alle Soldaten darauf hinwies, dass sie zur Verfassungstreue verpflichtet sind.

Doppelstrategie: Soldaten abwerben und eigene Leute einschleusen
Nach Angaben des Pentagon-Mitarbeiters bemühen sich rechtsextreme Gruppierungen nicht nur aktiv um Mitstreiter unter den Soldaten, sondern ermutigen umgekehrt auch ihre Mitglieder dazu, der Armee beizutreten. Dadurch wolle man von den „Fähigkeiten“ profitieren, die in der militärischen Ausbildung erworben würden.

Hochspannung vor Biden-Amtseinführung
Seit dem Sturm auf das Kapitol wurden die Sicherheitsvorkehrungen in Washington massiv verstärkt. Im Kapitol wurden schwer bewaffnete Nationalgardisten postiert. Zur Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden am kommenden Mittwoch werden 20.000 Nationalgardisten in der US-Hauptstadt im Einsatz sein.

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