14.01.2021 08:39 |

WM-Auftakt mit Sorgen

Schweiz: Corona-Chaos auch bei Österreichs Gegner

Der heutige WM-Start, für Österreichs Handballer ein „Finale“ um den Aufstieg in die Hauptrunde, wurde durch die Nachnominierung der Eidgenossen schwieriger. Auch wegen zweier Corona-Fälle bei dem Gegner. 

Nachdem bekannt wurde, dass die Schweiz bei der WM spielen darf, ging alles Ruck-Zuck. Allerdings nicht ohne Schwierigkeiten: Zwei der Vor-Reise-Corona-Tests sind positiv ausgefallen: Die beiden Schaffhausener Jonas Schelker und Luka Maros bleiben vorerst in der Schweiz. Beide seien ohne Symptome und sollen nochmals getestet werden. Weil alle Spieler den Mittwoch in Isolation verbracht haben, sollen die beiden Fälle keinen Einfluss auf den Rest der Mannschaft haben, berichtete der „Blick am Donnerstagmorgen“.

Teamflügel Seppo Frimmel sprach noch bevor die Fälle bekannt wurden mit der „Krone“: „Ich spiele gegen meine Freunde!“ Sieben Schaffhausener Klubkollegen sind es, die im Aufgebot der Schweiz, neuer Gegner der österreichischen Handballer beim heutigen WM-Auftakt in Ägypten (18 Uhr), stehen. „Das ist eine andere Hausnummer als die USA!“

Durch den Rückzug der USA ist die erste Aufgabe beim vierten WM-Turnier seit 2010 schwieriger geworden. „Eine starke, eingespielte Mannschaft, die sich weiterentwickelt hat“, analysiert Frimmel, mitten in seiner dritten Schweiz-Saison bei Schaffhausen. „Andy Schmid ist die Schlüsselfigur, das weiß ja eh jeder!“

Neben besagtem Routinier scheinen drei Legionäre aus der deutschen Topliga (gegenüber zwei bei Österreich) im 19-Mann-Kader der Eidgenossen auf. Für die auch spricht, dass Schaffhausen regelmäßig Champions League spielt. Die die rot-weiß-roten Klubs nur vom Zuschauen kennen.

„Aber Vorteile seh ich für uns im Gegenstoß und in der zweiten Welle beim Abwehr-Angriffswechsel der Schweiz“, ist Frimmel auf ein Spiel auf Augenhöhe eingestellt. Das jedenfalls gleich über den Aufstieg in die Hauptrunde Aufschluss geben wird. Im Fall einer Niederlage kann sich Österreich angesichts der übermächtigen Gegner Frankreich und Norwegen auf den President’s Cup (Spiele um Platz 25 bis 32) einstellen.

Keine Last für Jungstar
Damit die „Trostrunde“ erspart bleibt, muss heute vor allem Fivers-Jungstar Lukas Hutecek funktionieren. „Das ist keine Last, ich will Verantwortung übernehmen!“ Ist durch Bilyks Fehlen unumgänglich.

Christian Pollak, Kronen Zeitung, krone.at

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