Eishockey-Liga

KAC egalisiert Rekord ++ Vienna muss “nachsitzen”

Sport
19.11.2010 22:17
Der KAC zieht in der heimischen Eishockey-Liga weiter einsam seine Kreise. Die Kärntner feierten am Freitagabend in der 20. Runde den zwölften Sieg in Folge und egalisierten damit den Rekord der Vienna und von Jesenice. Der Tabellenzweite Salzburg ist nach dem Heimsieg gegen Ljubljana weiter acht Punkte hinter den Klagenfurtern. Die Vienna (auswärts gegen Fehervar) und Villach (zuhause gegen Jesenice) gewannen nach Verlängerung.

Linz - KAC 3:5 (0:0, 2:3, 1:2)
Rekordmeister KAC ist seit Freitag Mitinhaber der längsten Siegesserie in der Eishockey-Liga. Wie die Vienna Capitals in der Saison 2004/05 und Jesenice 2007/08 haben es die Kärntner nun auf zwölf Erfolge en suite gebracht, das Dutzend machte ein 5:3 bei Vizemeister Linz perfekt. Während der KAC damit als Leader unverändert ungefährdet ist, kommen die Black Wings am anderen Tabellenende weiter nicht vom Fleck.

Die Oberösterreicher hatten sich nach nur fünf Siegen in insgesamt 19 Partien einen Neustart vorgenommen, und sie hielten gegen den haushohen Favoriten auch gut dagegen. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel erzielte MacDonald nach 38 Sekunden des Mittelabschnitts im Powerplay die umjubelte Führung, Craig glich aber nur zwei Minuten später aus (23.). Manuel Geier brachte die favorisierten Gäste in Führung (29.), doch die Gastgeber steckten deswegen noch lange nicht auf.

Nicht einmal zwei Minuten später gelang den Linzern durch Oberkofler der Ausgleich (31.), allein die Klagenfurter besaßen einmal mehr ein Plus an Kaltschnäuzigkeit. Denn nur 28 Sekunden danach besorgte Hundertpfund das 3:2. Die Linzer Hoffnung nach dem 3:3 durch Leahy (45.) flammte bis vier Minuten vor Schluss noch einmal auf, ehe Shantz (57.) und abermals Hundertpfund (60.) die 15. Saison-Niederlage der Black Wings besiegelten.

Red Bull Salzburg - Olimpija Ljubljana 7:4 (2:0, 3:3, 2:1)
Meister Red Bull Salzburg hat den Abstand auf Leader KAC mit einem 7:4-Heimsieg gegen Ljubljana zumindest bei acht Punkten gehalten. Der Erfolg des Tabellenzweiten war verdient, hatte aber mit einer bösen Einlage in der 52. Minute einen traurigen Höhepunkt: Laibachs Hebar musste mit einer Match-, Disziplinar- und Fünf-Minuten-Strafe vom Eis.

Auslöser war ein Check von Kevin Puschnik gegen den 26-jährigen slowenischen Stürmer. Dieser rächte sich mit einem bösen Cross-Check und schlug auch noch auf den 19-jährigen Salzburg-Angreifer ein, als dieser benommen auf dem Eis lag. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie schon entschieden, der spätere Endstand war bereits gegeben. 

Eine 2:0-Drittelführung der Salzburger hatten die Laibacher durch einen Doppelschlag von Hughes noch ausgeglichen  (24., 29.). Regier (30.) und Welser (32.) stellten aber wieder den Zwei-Tore-Abstand her. Nach dem Anschlusstreffer von Pance (36.) zogen die Gastgeber durch Welser (37.), Latusa (43.) und Duncan (35.) davon, Higgins gelang aus Laibacher Sicht nur noch Resultatkosmetik (50.).

Fehervar - Vienna Capitals 5:6 n.V. (0:2, 3:2, 2:1/0:1)
Die Vienna Capitals haben in der Fremde wieder auf die Siegerstraße gefunden. Nach fünf nicht gewonnenen Auswärts-Partien en suite setzte sich die Mannschaft von Coach Kevin Gaudet bei SAPA Fehervar nach Verlängerung mit 6:5 durch.

Die Partie ging hin und her. Wähnten sich die Wiener nach einem Doppelpack von Rotter (11., 18.) schnell im Vorteil, schlugen die Ungarn im Mitteldrittel mit Sofron (26.) und Horvath (31.) zurück. Den Schock steckten die Capitals allerdings rasch weg, Oraze (32.) und Larose (37./PP) stellten den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Im Gegenzug brachte Sofron (39./PP) die Gastgeber auf 3:4 heran.

Der Treffer von Fortier zum 5:3 (47.) ließ die Capitals durchatmen, der Kampfgeist von Fehervar war allerdings ungebrochen. Palkovics (55.) und Ladanyi (56./PP) sorgten für den Ausgleich und erzwangen die Verlängerung, in der Bouchard das Gästeteam erlöste (62./PP).

VSV - Jesenice 3:2 n.V. (2:2, 0:0, 0:0/1:0)
Der VSV hat am Freitag von Beginn an keinen Zweifel daran gelassen, dass er die 1:5-Niederlage im Karawanken-Derby von Anfang September nicht auf sich sitzen lassen will - auch wenn es am Ende sehr knapp wurde. Die Blauweißen bezwangen Jesenice dieses Mal mit 3:2 nach Verlängerung dank eines Treffers von Debütant Josh Langfeld und sind unverändert Tabellendritte. Es war nach vier Heimniederlagen in Folge wieder der erste Erfolg für die Kärntner.

Die Gastgeber übten anfangs Dauerdruck aus und gingen in der 4. Minute durch Unterluggauer in Führung. Jesenice sah sich zu mehr Offensivität gezwungen und führte nach einen Doppelschlag von Lysak innerhalb von 89 Sekunden (9., 11./PP) 2:1, wobei es die gegnerische Verteidigung dem Torschützen nicht gerade schwer gemacht hatte. Nur 40 Sekunden später glich Verteidiger Bacher nach einem Solo mit seinem ersten Saisontor aus.

Der Mittelabschnitt verlief torlos, der VSV hatte zweimal Pech (Abwehr auf der Linie, Stangenschuss) und konnte eine 69 Sekunden dauernde 5:3-Überlegenheit nicht nützen. Im letzten Drittel ließen die Stürmer ebenfalls aus, der VSV vergab die Chance, die Partie in der regulären Spielzeit zu entscheiden, womit es in die Verlängerung ging. Dort zeichnete sich der 33-jährige Langfeld aus, der den spielentscheidenden Treffer erzielte (64.).

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