Rund 600 Bewohner und Mitarbeiter von acht Senioreneinrichtungen haben am Donnerstag ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das war seit einigen Tagen bekannt, weil das Land Salzburg diese organisiert hat. Es handelte sich um einen vorgezogenen Probebetrieb. Das ändert sich jetzt mit dem offiziellen Start. Zwar weiß man im Bundesland, dass mit 5. Jänner 5500 Dosen bei der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG) geordert wurden, aber nicht, wann welche Einrichtungen in der kommenden Woche auch tatsächlich zum Zug kommen. Ein Umstand, der Gesundheitsreferent Christian Stöckl sauer aufstößt: „Wir wollen eine genaue Aufstellung wer, wie viel gemeldet hat.“ Laut Stöckl will der Bund das aus Datenschutzgründen aber nicht machen. „Da braucht es eine Veränderung im System“, ist er sich sicher.
105.000 Salzburger sind älter als 65 Jahre
Erfreulich: Bereits heute erhalten im Tauernklinikum in Zell am See 150 Mitarbeiter der Covid-Station das Serum verabreicht. „Ich bin sehr froh über diese Möglichkeit. Es wird sicher kein Impfstoff überbleiben“, so der ärztliche Direktor Rudolph Pointner.
Ein Blick auf Salzburgs Altersstruktur zeigt deutlich, dass das Tempo nicht hoch genug sein kann. 105.000 Personen im Bundesland sind älter als 65 Jahre und gehören somit zur Risikogruppe. 13.000 Menschen davon sind über 85. Sollten die angestrebten 80 Prozent binnen der nächsten drei Monate geimpft werden, müssten es pro Woche 7000 – pro Tag 1000 – sein. Um die zweite Teilimpfung innerhalb von vier Wochen zu verabreichen, müssen diese Zahlen sogar verdoppelt werden.
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