Der in Salzburg umtriebige Kunsthändler Alfredo Reyes verschwand nach der Pleite seiner Galerie spurlos. Jetzt ist sein Showroom in der Mozartstadt ausgeräumt. Seine Schätze kommen unter den Hammer, um die Schulden in Millionenhöhe zu tilgen. Darunter auch ein ganz besonderes Instrument.
Alfredo Reyes sagt wohl nur denjenigen etwas, die sich zu den obersten Zehntausend zählen. Der Kunsthändler von den Philippinen galt jahrelang als erster Ansprechpartner bezüglich elitärster Kunstgegenstände aus aller Welt. Auch in Salzburg war er tief verwurzelt: In seiner Wohnung in der Mozartstadt, die er auch als Showroom nutzte, wurden Millionengeschäfte abgeschlossen. Mittlerweile ist davon nichts mehr übrig: Der Kunsthändler ist mit seiner Galerie in die Pleite geschlittert.
Es geht um 17 Millionen Euro
Die besagte Wohnung ist mittlerweile leer, verbliebene Gegenstände – darunter auch ein historischer Flügel von Festspielgründer Max Reinhardt – wurden vom Amtsgericht München gepfändet. „Rund 17 Millionen Euro an Forderungen sind im Insolvenzverfahren angemeldet worden“, sagt Insolvenzverwalter Dino Straub. Während die Dinge vor Gericht nun ihren Lauf nehmen, fehlt von Alfredo Reyes jede Spur. Er ist nicht mehr zu erreichen.
Dementsprechend wenig dürfte es den Kunsthändler tangieren, dass seine Objekte in den kommenden Monaten versteigert werden, um den Schuldenberg zu tilgen. Bei Auktionen in Paris und Köln kommen beim internationalen Auktionshaus Sotheby’s rund 700 Kunstgegenstände unter den Hammer.
Darunter neben dem feuerroten Flügel von Max Reinhardt auch weitere Schätze aus dem Salzburger Bestand, wie etwa Rubelli-Vorhänge aus venezianischer Seide, KPM-Porzellan, Glas aus Murano und auch heimische Qualität ist dabei: mehrere Gläser des Weinhauses Döllerer.
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