04.01.2021 12:04 |

Massenabfertigung

Tausende Pekinger stehen für Impfstoff Schlange

Zum Schutz vor der Corona-Pandemie werden in der Volksrepublik China derzeit massenhaft Menschen geimpft. Bis zum chinesischen Neujahrsfest im Februar will die Regierung möglichst viele Menschen immunisiert haben. In Peking standen am Wochenende Tausende Menschen für das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinopharm Schlange. Seit der Zulassung des Impfstoffs am Freitag wurden bereits mehr als 73.000 Menschen geimpft, berichteten Staatsmedien am Sonntag.

Die Behörden haben dem Sinopharm-Impfstoff Ende Dezember eine bedingte Zulassung erteilt. Das Mittel hat nach Herstellerangaben eine durchschnittliche Wirksamkeit von 79 Prozent. Diese Angaben wurden von den chinesischen Behörden bestätigt. Im Vergleich dazu haben die Impfstoffe von Biontech und Moderna laut Herstellern eine Wirksamkeit von 95 Prozent. 

Vor Krankenhäusern und Gesundheitszentren bildeten sich am Sonntag Schlangen von Tausenden Menschen, die vor ihrer Impfung ein Formular ausfüllten und ihre Temperatur messen ließen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden werden auch Turnhallen und leere Fabrikhallen für die Impfkampagne genutzt. Bis zum chinesischen Neujahrsfest Mitte Februar wollen die Behörden möglichst viele Menschen geimpft haben. In Staatsmedien war zuletzt die Rede von 50 Millionen Geimpften als Ziel bis dahin. Rund um das Fest sind im ganzen Land Abertausende Menschen unterwegs, um mit ihren Familien zu feiern.

Millionen Menschen bereits geimpft
Als erstes erhalten den Sinopharm-Impfstoff Risikogruppen wie Beschäftigte in Häfen und im Logistikbereich. Millionen Menschen aus anderen Risikogruppen wie Mitarbeiter des Gesundheitsbereichs wurde in den vergangenen Monaten bereits ein nicht offiziell zugelassenes Vakzin gespritzt.

In der chinesischen Stadt Wuhan war das neuartige Coronavirus im Dezember 2019 erstmals bei Menschen festgestellt worden. Mit strengen Restriktionen wie der Abriegelung ganzer Städte und Massentests hat die Volksrepublik das Virus nach offiziellen Angaben weitgehend eingedämmt. Nachdem es jüngst ein paar kleinere Ausbrüche gegeben hatte, unter anderem in Peking, verschärften die Behörden die Maßnahmen erneut.

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