03.12.2020 10:11 |

„Weil sie stinkt“

Russe ließ schwangere Frau in Livestream sterben

Gewalttätige Übergriffe in einer Beziehung haben in Russland einen tödlichen Ausgang gefunden - und das alles vor laufender Webcam. Der YouTuber Reeflay sperrte seine leicht bekleidete Freundin bei Minusgraden aus dem Haus. Valentina flehte ihren Freund an, sie wieder hineinzulassen. Erst nach Stunden öffnete Reeflay die Tür. Die 30-Jährige war zu diesem Zeitpunkt bereits erfroren. Die Frau soll schwanger gewesen sein.

Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen zwischen dem Paar. Reeflay, der eigentlich Stas Reschetnikow heißt, stellte die gewalttätigen Reibereien auch ins Internet. In einem Clip sprühte er ihr Pfefferspray ins Gesicht, in einem anderen Video schlug und beleidigte er seine Freundin.

Bei seinem letzten Stream warf der Mann Valentina, die nur Unterwäsche trug, aus dem Einfamilienhaus und sperrte zu. Danach setzte er sich vor ein Online-Casino-Spiel und streamte stundenlang weiter, bis sich die Frau draußen nicht mehr regte.

Rettungskräfte forderten Reeflay auf, die Kamera auszuschalten
Erst nach mehreren Stunden machte der Blogger wieder die Tür auf. Als er merkte, dass Valentina nicht mehr atmete, sagte er: „Scheiße, ich glaube, sie ist tot!“ Er legte ihren Körper schließlich auf die Couch hinter seinem Computer und alarmierte die Rettung. Währenddessen filmte er unbeirrt weiter. Erst als die Einsatzkräfte eintrafen und ihn aufforderten, die Webcam auszuschalten, war der Stream schließlich zu Ende.

Laut lokalen Medien habe er die Frau hinausgeworfen, „damit sie nicht stinkt“. Valentina habe unter einer Darmerkrankung gelitten, was den YouTuber zu dieser unfassbaren Tat getrieben habe.

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