02.12.2020 16:53 |

Nach 19 Jahren

UNO sieht „Durchbruch“ für Frieden in Afghanistan

Beim massiven Konflikt in Afghanistan zeichnet sich ein deutlicher Schritt in Richtung Frieden ab - erstmals seit dem Ausbruch des Krieges vor 19 Jahren konnte sich die Regierung mit den Taliban auf ein Abkommen einigen. Dabei wurden erste Eckpunkte definiert, die zu einer Waffenruhe und schließlich einem Friedensprozess führen sollen.

Mit der Wahl von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten mehrten sich in Afghanistan die Hoffnungen, dass die zuletzt schleppend verlaufenden Friedensgespräche wieder Fahrt aufnehmen könnten. Nun scheinen die monatelangen Verhandlungen schon vorher Früchte zu tragen. In einem schriftlichen Abkommen legten die afghanische Regierung und die radikalislamischen Taliban einen Fahrplan für weitere Gespräche fest, in denen es um konkretere Themen, wie etwa eine Waffenruhe, gehen soll.

Hoffnung auf Einigung lebt
„Dieser Durchbruch sollte ein Sprungbrett sein, um den von allen Afghanen gewünschten Frieden zu erreichen“, schrieb die Afghanistan-Gesandte der Vereinten Nationen, Deborah Lyons, am Mittwoch auf Twitter. Der Sonderbeauftragte der USA, Zalmay Khalilzad, erklärte, die Vereinbarung zeige, „dass die Verhandlungsparteien sich auf schwierige Fragen einigen können“.

Friedensprozess angestoßen
Beide Seiten haben seit Monaten in Katars Hauptstadt Doha Gespräche geführt, während in Afghanistan der Krieg weiter tobte. Die Taliban lehnten es ab, bereits in dieser Vorbereitungsphase der Verhandlungen einer Feuerpause zuzustimmen. Die nunmehrige Vereinbarung legt nun „Regeln und Verfahren für ihre Verhandlungen über eine politische Roadmap und einen umfassenden Waffenstillstand“ fest, erklärte Khalilzad.

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