12.09.2020 09:19 |

„Kein Blutvergießen“

Friedensgespräche in Afghanistan haben begonnen

Fast zwei Jahrzehnte nach der US-geführten Militärinvasion in Afghanistan haben in Katar innerafghanische Friedensgespräche begonnen. Delegationen der Taliban und der Regierung Afghanistans kamen am Samstag in Doha für eine Eröffnungszeremonie zusammen. Bei den Gesprächen solle es „keinen Sieger und keine Besiegten“ geben, sagte der katarische Außenminister Mohammed Abdulrahman bin al-Thani.

Der Vorsitzende des Hohen Rats für Versöhnung, Abdullah Abdullah, sprach sich zum Auftakt für eine landesweite Waffenruhe aus und betonte die guten Absichten seiner Regierung. Ziel sei es, „das 40-jährige Blutvergießen zu beenden und einen landesweiten und dauerhaften Frieden zu erreichen“, sagte Abdullah bei der Zeremonie, an der auch US-Außenminister Mike Pompeo teilnahm. Der heutige Tag werde als jener in die Geschichte eingehen, an dem das Leiden der afghanischen Bevölkerung beendet wurde, versprach Abdullah.

Meilenstein für jahrzehntelangen Konflikt
Die von den USA unterstützten Verhandlungen sind ein Meilenstein in dem 19-jährigen Konflikt. Mit der US-Regierung hatten die Taliban schon im Februar ein Abkommen geschlossen, das den schrittweisen Abzug der US-Streitkräfte regelt. Die Friedensgespräche waren ursprünglich bereits für März geplant gewesen. Fortgesetzte Kämpfe und Streitigkeiten über die Freilassung von Gefangenen hatten jedoch den Beginn der Verhandlungen verzögert.

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