30.11.2020 10:44 |

Nach Covid-Infektionen

Tote bei blutiger Gefängnisrevolte auf Sri Lanka

Auf Sri Lanka sind am Sonntag mindestens acht Menschen ums Leben gekommen, nachdem es in einem Hochsicherheitsgefängnis wegen eines Corona-Ausbruchs zu einer blutigen Revolte gekommen war. Die Gefangenen hatten zuvor Einrichtungen, die das Einhalten von Abständen besser zulassen, sowie regelmäßige Corona-Tests gefordert, hieß es von den örtlichen Behörden am Montag. Bei dem Aufstand wurden außerdem mindestens 60 Personen verletzt.

Die Lage sei am Sonntag eskaliert, Gefangene hätten Gefängniswärter angegriffen, versucht zu fliehen, Gebäude und Dokumente angezündet sowie zwei Wächter zeitweise als Geiseln genommen.

Vor dem Objekt hätten sich zudem Angehörige versammelt, was die Situation zusätzlich verschärft habe. Die Polizei habe das Feuer eröffnet und die Situation in der Nacht auf Montag unter Kontrolle gebracht. Sechs der Verletzten seien Aufseher.

Weitere Proteste in überbelegten Gefängnissen
Kürzlich gab es auch in anderen gewöhnlich überbelegten Gefängnissen auf Sri Lanka Proteste, bei denen Insassen mehr Schutz vor Corona-Infektionen forderten. Nach offiziellen Angaben sind in dem Land zurzeit mehr als 1100 Gefangene mit Corona infiziert.

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