Neue Sonntagsfrage:

Wie die Parteien im Land in der Wählergunst stehen

Wie stehen Oberösterreichs Landtags- bzw. Nationalratsparteuien aktuell in der Wählergunst? Es gibt eine neue „Sonntagsfrage“ - bzw. Antworten darauf - durch eine Umfrage im Auftrag der Landes-ÖVP, die dabei selbst wieder in die 40er-Prozentzone aufsteigt. Reale Prozentzahlen gibt es von der SPÖ, die am Samstag einen Online-Parteitsag abhielt. Dort wurde Birgit Gerstorfer erneut zur Parteichefin und erstmals zur Spitzenkandidatin der kommenden Landtagswahl gekürt.

Das Tief bei der Flüchtlingskrisenwahl von 2015 (mit nur 36,4 Prozent) ist längst überwunden, mit Thomas Stelzer an der Spitze arbeitet sichdie OÖVP womöglich wieder an frühere Stärke heran: Wäre jetzt Landtagswahl (real ist sie am 26. September 2021), würde sie auf 41 bis 42 Prozent Wähleranteil kommen, ergibt eine Umfrage im Auftrag der Landes-ÖVP: M&R Meinungsforschung, 500 telefonisch Befragte von 27. Oktober bis 6. November,, Schwankungsbreite +/- 4,4 Prozent. Ihr bisheriger Tiefstwert vor 2015 war 1997 mit 42,7 Prozent.

Per Saldo 63 Prozent gute Meinung vom LH
Beim Hocharbeiten kann Stelzer auf einiges Wohlwollen zählen: 63 Prozent haben von ihm per Saldo eine gute Meinung, wenn man von den 73 Prozent gut Urteilenden die zehn Prozent abzieht, die keine gute Meinung von ihm haben.

FPÖ recht stabil, Grüne imWachsen
Die FPÖ, 2015 bei 30,4 Prozent gelandet, hält sich in Oberösterreich mit Manfred Haimbuchner als Regierungspartner der OÖVP erstaunlich gut, 22 bis 23 Prozent wären das zweitbeste Ergebnis nach dem von 2015. Die Grünen mit dem jungen Landessprecher Stefan Kaineder hat M&R bei 13 bis 14 Prozent - deutlich mehr als 2015 (10,3 Prozent).

Prozente-Mischung bei der SPÖ
Bei der SPÖ mischen sich an diesem Wochenende erfragte und reale Prozentzahlen. M&R hat die von Birgit Gerstorfer seit Juli 2016 geführte Landespartei bei 18 bis 19 Prozent, genau wie bei der Wahl 2015 (18,4 Prozent). Doch auf reale 86,8 Prozent von 227abgegebenen Delegiertenstimmen kam Gerstorfer nun bei der Wiederwahl als Parteivorsitzende und mit 90,2 Prozent wurde sie zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl2021 gekürt.

NEOS knapp vor Landtagseinzug
Auch die mögliche Wählergunst für NEOSmit Landeschef Felix Eypeltauer hat das Institut M&R untersucht. 3 bis 4 Prozent lautet das Ergebnis, das für die Pinken bedeuten würde, knapp am Landtagseinzug zu scheitern oder knapp hineinzukommen. 2015 schafften sie 3,5 Prozent, blieben also knapp unterhalb der Vier-Prozent-Hürde.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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