21.11.2020 21:18 |

Tobi Geiser

Niemand ist schneller auf dem Großglockner

Einfach richtig gut gelaufen: Tobias „Tobi“ Geiser ist ein lässiger, auffallender und vor allem flotter Kerl! Denn keiner ist schneller auf dem Großglockner und wieder zurück als der sympathische 30-jährige Südtiroler, den die „Bergkrone“ kürzlich in seiner neuen Wahlheimat Lienz getroffen hat.

Zweieinhalb Stunden, exakt zwei Stunden, 33 Minuten und 39 Sekunden, hat Tobias „Tobi“ Geiser benötigt, wofür andere zwei Tage samt Übernachtung brauchen; um den höchsten Berg Österreichs zu besteigen. Vom Lucknerhaus oberhalb von Kals in Osttirol lief der 30-Jährige lediglich mit leichten Laufschuhen, Shirt und Shorts über das Ködnitzkees und die Adlersruhe hinauf zum prächtigen Kaiserkreuz in 3798 Meter Höhe. „Das Kreuz habe ich kurz abgeklatscht und bin wieder zurückgerannt“, erzählt der gebürtige Südtiroler, der wegen seiner großen Liebe Michi, eine Oberdrauburgerin, nach Lienz gezogen ist. Mit dem Laufen hat Tobi erst vor fünf Jahren begonnen: „Davor hab ich lediglich ein bisschen Fußball gespielt.“ Rasch hat er jedoch festgestellt, dass ihm das Laufen leicht fällt. Wettbewerbe folgten; so kam Tobi zum Skyrunning.

Beim Laufen über den Wolken rennt man so schnell wie möglich hinauf auf Berge - inklusive leichter Kletterpassagen Anseilen? Sichern? - Fehlanzeige. Dafür ist beim Skyrunning keine Zeit. Mit Leichtsinnigkeit hat es trotzdem nichts zu tun. Tobi weiß, was er tut. Vor seinem Rekordlauf auf den Großglockner hat er diesen heuer mehrfach besucht, bestiegen und die einzelnen Passagen hinauf geprüft. Zusätzlich wurde er von sechs Helfern betreut. „Den Glockner wollte ich eigentlich schon immer auf Zeit machen“, erzählt Tobi und weil coronabedingt alle Bewerbe und Wettkämpfe ausfielen, war heuer einfach die beste Zeit dafür“, erzählt Tobi, der hauptberuflich bei Liebherr in Lienz im Büro arbeitet.

Doch selbst für Profis ist so ein Vorhaben besonders. Intensiv hat sich Tobi deshalb dafür vorbereitet. Besonders hat der 30-Jährige auf seine Ernährung geachtet: „Wenn der Motor nichts Gutes bekommt, kann nichts Gutes rauskommen.“ Seit Jänner verzichtet Tobi komplett auf Fleisch: „Anfangs war es ungewohnt, doch das Ergebnis hat mich positiv überrascht.“ Bei einer Größe von 171 Zentimeter bringt der 30-Jährige 54 Kilogramm auf die Waage - Energie pur. Doch warum tut man sich das überhaupt an? “Meine Motivation ist es, dem Körper eine neue Herausforderung zu geben und neue Grenzen auszuloten", so Tobi, der bereits viele neue sportliche Projekte im Hinterkopf hat. Trotzdem fand der sympathischen Bergsportler noch Zeit, um seine Michi zu heiraten. Wo? Natürlich in den Bergen, beim Laserzsee, umgeben von den wunderschönen Gipfeln der Lienzer Dolomiten.

Herzlichen Glückwunsch! 

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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