Tierquälerei

„Irgendwann ist es vielleicht einmal ein Mensch“

Gehäutete Katzen, verbrannte Enten. Es sind Taten, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Alleine im ersten Halbjahr 2020 gab’s in Oberösterreich 60…Anzeigen wegen Tierquälerei. Spitzenreiter in den vergangenen drei Jahren ist der Bezirk Braunau...

„Wie kann man einem hilflosen Lebewesen nur so etwas Grauenhaftes antun?“ - diese Frage stellten sich viele „Krone“-Leser in den letzten Monaten, als Fälle wie etwa jener der Katzen, denen in Linz und Engerwitzdorf das Fell von den Schwänzen gezogen wurde, publik wurden. Täter konnte man bisher keinen fassen. Anders in Mondsee, wo die Polizei drei Burschen zwischen 15 und 18 Jahren ausforschen konnte, die zehn Enten angezündet, mit einer Schere den Kopf abgeschnitten und anschließend im See versenkt hatten. „Wie Untersuchungen zeigen, ist Tierquälerei oft nur die Vorstufe zu Gewalt an Menschen“, erklärt FP-Klubobmann Herwig Mahr. Wird man wegen Tierquälerei angezeigt, droht derzeit eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.

Nur die Hälfte geklärt
Im Zeitraum von 2015 bis 2019 gab’s oberösterreichweit 620 Anzeigen, nur die Hälfte konnte geklärt werden. Die bislang meisten Fälle gab’s im Jahr 2019 mit 137. Insgesamt ist der Bezirk Braunau Spitzenreiter – siehe Grafik links. „Diese Zahlen sind ein Beleg dafür, dass die derzeit drohende Strafe keine ausreichend abschreckende Wirkung hat“, betont Mahr. Die Landespolitik fordert daher vom Bund eine Erhöhung des Strafrahmens auf drei Jahre.

Lisa Stockhammer
Lisa Stockhammer
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Dienstag, 03. August 2021
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