Einkaufen am Sonntag?

„Handelsangestellte sind Menschen mit Familien“

Politik
20.11.2020 17:09

Der Präsident der Wirtschaftskammer Harald Mahrer hat vorgeschlagen, die Öffnungszeiten im Handel in der Zeit zwischen dem Ende des Lockdowns und den Weihnachtsfeiertagen auszuweiten. Die Gewerkschaften schließen das aus. Für krone.tv hat Damita Pressl mit beiden Seiten gesprochen: mit Barbara Teiber, der Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft GPA-djp, sowie mit Rainer Trefelik, Handelsobmann der WKO.

Für Teiber könnten die offenen Sonntage ein Einfallstor sein. Sie fürchtet, dass es möglicherweise nicht bei einzelnen Tagen bliebe, sondern dass sich die offenen Geschäfte am Sonntag so einbürgern könnten. „Auch Handelsangestellte sind Menschen mit Familien“, gibt sie zu bedenken. Handelsmitarbeiter seien während der Krise ohnehin ungleich stark gefordert gewesen. „Wir sind außerdem wirklich verärgert, dass wir das über die Medien mitbekommen, ohne dass mit uns gesprochen wird“, so Teiber weiter.

Trefelik sieht die Gegenseite: Die Geschäfte würden nach dem Lockdown gestürmt, sagt er, und es wäre allein schon aus Sicherheitsgründen wünschenswert, die Kundenströme auf längere Öffnungszeiten aufzuteilen. „Wir sind in einer außergewöhnlichen Situation, und da muss es auch erlaubt sein, über den Tellerrand zu denken.“ Den Gewinn im Weihnachtsgeschäft dem Online-Riesen Amazon zu überlassen und zu Hause sitzen zu bleiben, „das kann es nicht sein“, sagt Trefelik.

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