18.11.2020 20:30 |

Covid-Fälle

Datenfluss beim Contact Tracing mit Hindernissen

Unermüdlich kämpfen Salzburgs Contact Tracer, um die vielen Covid-Fälle und Kontaktpersonen zu informieren. Bei der Technik stoßen sie aber an die Grenzen. Im Juli wurde ein neues digitales System im Land installiert, das die Situation nach und nach verbessern soll. Doch teilweise wird noch mit Excel und Word gearbeitet.

Zwischen einem positiven Corona-Testergebnis und einem Quarantäne-Bescheid liegt ein weiter Behördenweg. Voll automatisierte Schritte wären bei der Kontaktnachverfolgung der Idealfall. Die Realität sieht in Salzburg jedoch anders aus: Mit dem Tracing-Tool „KRIBE“ hat das Land im Juli ein System geschaffen, mit dem viele Prozesse per Mausklick das Leben der zahlreichen Mitarbeiter erleichtern soll. Der erste Schritt funktioniert bereits gut. Die Laborergebnisse werden direkt eingespielt und anhand der Postleitzahl der Betroffenen automatisch an die zuständige Behörde geleitet. Dann beginnt die Nachverfolgung der Kontakte – und genau da kommt es zu Verzögerungen. Eigentlich könnten die Kontakte direkt in KRIBE eingeben und per Mausklick der Absonderungsbescheid erstellt werden. Das Problem: Jede Behörde kocht ihr eigenes Süppchen, nutzt ihr eigenes System. So können keine einheitlichen Bescheide erstellt werden. Manche Mitarbeiter greifen sogar noch auf Word oder Excel-Listen zurück. Das kostet Zeit! Und somit auch Personal.

„Wir arbeiten daran, die Schnittstellen zu verbessern. Der Datenfluss muss reibungsloser laufen“, betont Dominik Rosner vom Covid-Board des Landes. Hat man das den Sommer über verschlafen? „Wir sind seit Juni dabei, das aufzustellen. Es gab dazu noch kein erprobtes System und keine bundeseinheitliche Lösung.“

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
Felix Roittner
Felix Roittner
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