13.11.2020 10:55 |

Tierpark Rosegg

Waldrappen flogen erstmals alleine in den Süden

Schöner Erfolg bei der Nachzucht von Waldrappen in Rosegg: Erstmals haben die in unseren Breiten vom Aussterben bedrohten Vögel keinen menschlichen Begleiter auf ihrem Flug in den Süden gebraucht. Während man die Vögel in den Jahren zuvor mit einem Fluggerät Richtung Italien lotsen hatte müssen, hat diesen Job heuer ein erfahrener Waldrapp für vier junge Artgenossen übernommen.

An die 100 Jungvögel aus Sommerhabitaten in Österreich und Deutschland sind heuer bereits allein in ihr Winterquartier geflogen. Die meisten stammen aus dem Tierpark Rosegg, wo ein EU-weites Wiederansiedlungsprojekt läuft. Chef Emanuel Liechtenstein: „Diese Vögel kennen den Weg bereits genau. Sie sind schon erwachsen und müssen nicht mehr mit Paraplanes, wie die Fluggeräte heißen, geführt werden.“

Von Hand aufgezogen
Die Vögel wurden noch als Babys von Rosegg unter anderem nach Salzburg oder ins deutsche Überlingen am Bodensee gebracht und dort von Hand aufgezogen und an das Fluggerät gewöhnt. Liechtenstein: „Sie mussten diese neue Umgebung als ihre Heimat anerkennen, um später wieder dorthin zurückzukehren.“

Auch von Kärnten fliegen Waldrappen in Gruppen nach Italien, vier junge wurden bereits zeitig mit einem erfahrenen Vogel zusammengespannt. Emanuel Liechtenstein: „Als er abhob, meldete sich auch ihr Instinkt - und sie folgten.“

Die Vögel kommen im Frühling allein heim nach Rosegg oder in die anderen Stationen, wo sie aufgezogen worden sind. Auch dabei leitet sie ihr Instinkt.

Serina Babka
Serina Babka
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