Bei Bettenmangel

Niederösterreich will Oberösterreich helfen

In Oberösterreichs Spitälern wird´s eng auf den Intensivstationen, wenn die Corona-Zahlen nicht rasch sinken. Aus dem Nachbarbundesland kommt ein Hilfsangebot. Und Oberösterreichs Landeshauptmann betont, wie wichtig es ist, dass wir uns jetzt an die Maßnahmen halten.

Die Lage in Oberösterreich spitzt sich immer weiter zu! Mehr als 900 Infizierte liegen derzeit im Spital, 101 davon auf einer Intensivstation. Daher werden die bisher 100 Intensivplätze für Corona-Patienten aufgestockt: Laut Krisenstab stehen ab dieser Woche 300 Intensiv- und Beatmungsplätze zur Verfügung, von denen 150 für Covid-Patienten vorgesehen sind.

Virus hält sich nicht an Landesgrenzen
Auch Niederösterreich blickt mit großer Sorge nach Oberösterreich: „Das Virus macht vor Grenzen nicht Halt. Sollte es in Oberösterreich Bedarf für konkrete Hilfe geben, werden wir unser Nachbarbundesland mit Bettenkapazitäten unterstützen, so es unsere Möglichkeiten zulassen. Ich bin mit meiner Kollegin Christine Haberlander in engem Austausch“, verrät in St. Pölten der für Spitäler zuständige Landesvize Stephan Pernkopf.

Landeshauptmann bittet um Zusammenhalt
Einen sehr eindringlichen Appell richtet LH Thomas Stelzer an die Bevölkerung, bittet um Zusammenhalt, um eine medizinische Krisensituation zu verhindern, da die Zahlen steigen und steigen (siehe Grafik): „Jetzt müssen wir gemeinsam alles daran setzen, diesen medizinischen Notstand zu verhindern. Halten wir uns gemeinsam an die Maßnahmen, auch wenn uns das Corona-Virus schon müde und mürbe macht.“

Behörden schränken Kundenzeiten ein
Er bittet: „Reduzieren wir so gut es geht Kontakte, damit Schulen und Kindergärten offen halten können.“ Die Zahl der 24-Stunden-Neuinfektionen sank am Dienstag leicht auf 1183 Fälle. Nachdem seit Dienstag in Spitälern und Altenheimen Besuchsverbote herrschen, wird auch in Bezirkshauptmannschaften der Parteienverkehr eingeschränkt (Mo., Mi., Fr. 8 bis 12 Uhr) und im Landesdienstleistungszentrum ebenfalls (täglich 8 bis 12 Uhr).

Lisa Stockhammer, Markus Schütz, Kronen Zeitung

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Montag, 30. November 2020
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