Corona-Loch im Budget

Öffi-Tickets in Wien bald teurer?

Wien
09.11.2020 17:19

Rentabel war sie für die Wiener Linien nie, die 365-Euro-Jahreskarte. Aber sie war eine politische Entscheidung von Rot-Grün, um die Öffis attraktiver zu machen. Die wirtschaftlichen Verwerfungen durch die Corona-Krise könnten zu teureren Tickets führen. Trotz Passagiereflaute bleibt der Fahrplan vorerst aufrecht.

Jedes Jahr muss die Stadt den Wiener Linien hohe Beträge zuschießen. 2019 waren das 745 Millionen Euro, weil die Einnahmen (580 Millionen) für Betrieb und Investitionen nicht ausreichten. Heuer wird das Defizit deutlich höher. Im Lockdown-Frühling gab es ein Passagierminus von 80 Prozent. Aktuell liegt die Auslastung bei „70 bis 80 Prozent“.

Noch halten die Intervalle von Bim, Bus und U-Bahn. Eine Ausdünnung ist künftig aber nicht ausgeschlossen. Wie viel Geld ihnen durch den Wegfall von Touristen und anderen Ticket-Käufern entgeht, wollen die Verkehrsbetriebe nicht beziffern. Es ist eine große Summe.

(Bild: Wiener Linien/Gritsevskaja)

NEOS: „Wollen keine Verteuerung“
Bei den Koalitionsgesprächen sind die Öffis ein Thema. Von den NEOS heißt es dazu: „Wir wollen keine Verteuerung.“ Die SPÖ beteuert: „Die Jahreskarte ist international ein Vorbild. Der öffentliche Verkehr war der SPÖ Wien immer wichtig und wird es bleiben.“

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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