31.10.2020 06:00 |

„Party-Tourismus“

Salzburger Jugendliche feiern in Schladming

Mit Taxis fahren Jugendliche ins Ennstal, um Party zu machen. „Wir sitzen alle im selben Boot“, appelliert der Schladminger Ortschef.

Ganze 32 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Covid-Gesetze erstattete die steirische Polizei vergangenes Wochenende bei Gastro- Kontrollen im Raum Schladming. Am Samstag feierten „auch zahlreiche Besucher aus Salzburg“, erklärt Chefinspektor Fritz Grundnig. Im benachbarten Bundesland gilt derzeit eine Sperrstunde von 1 Uhr.

Taxifahrern ist der Partytourismus über die Grenze schon lange bekannt. „Das passiert öfter bei uns. Mehr will ich dazu jetzt aber nicht sagen“, meint etwa ein Mitarbeiter von „Vip-Taxi“ in Radstadt. Vor allem junge Erwachsene aus Radstadt, Altenmarkt und Forstau nutzen die Nähe zur Grenze laut Einheimischen aus. „Das sind zwanzig Kilometer bis nach Schladming. Deshalb sind diese regionalen Beschränkungen auch sinnlos, weil es immer wen geben wird, der sie umgeht“, ärgert sich Johann Warter, Stadtrat in Radstadt.

Um die Vorteile des Nachtlebens im Ennstal wissen auch die Eltern. „Meine Tochter hat mir erzählt, dass sich viele in ihrem Freundeskreis ein Taxi rufen und nach Schladming fahren, um dort richtig zu feiern“, erzählt Bernhard Scharfetter, Chef im Ennstalerhof in Altenmarkt.

Ärger bei Ortschef über Partygäste aus Salzburg

Der Schladminger Bürgermeister Hermann Trinker ruft die Nachtschwärmer nun zur Vernunft auf. „Wir sitzen alle im selben Boot.“ Für den Partytourismus habe er kein Verständnis, so der Ortschef. Er kündigt weitere Polizei-Kontrollen an. Der Pongauer Bezirkshauptmann Harald Wimmer will den Partytourismus nun verstärkt beobachten.

S. Angerer/N. Pichler

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