Weichen auf Abschied

Ferguson bestätigt: Wayne Rooney will ManU verlassen

Fußball
19.10.2010 16:09
Der Trainer von Manchester United, Alex Ferguson, hat am Dienstag die jüngsten Spekulationen um Stürmerstar Wayne Rooney bestätigt. "Er will den Verein verlassen. Wir sind darüber alles andere als erfreut und verstehen nicht, warum er gehen will", erklärte der Coach des englischen Großklubs einen Tag vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Bursaspor.

Wie der Schotte weiters erklärte, wird Rooney in der Partie gegen den Klub des Austro-Türken Turgay Bahadir wegen einer Knöchelblessur fehlen. Laut einem "ManU"-Sprecher musste der englische Teamstürmer im Dienstag-Training verletzt vom Platz getragen werden.

Schon am Montag hatten mehrere englische Zeitungen übereinstimmend berichtet, dass Rooney den Verein über seine Pläne informiert habe und sich nach einem neuen Arbeitgeber umschaue. Der englische Teamspieler selbst gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Eiszeit zwischen Rooney und Ferguson
Grund für Rooneys Abwanderungsgelüste soll ein Zerwürfnis mit Erfolgstrainer Ferguson sein. Die Stimmung zwischen den beiden ist demnach auf dem Tiefpunkt angekommen, seit Medien enthüllt hatten, dass der 24-Jährige seine Ehefrau Coleen mit zwei Prostituierten betrogen hat.

Diese Berichte sowie Fotos eines rauchenden und an Hauswände urinierenden Rooney brachten den als Disziplinfanatiker bekannten Ferguson zur Weißglut: Der Offensivspieler fand sich in den vergangenen Wochen plötzlich auf der Ersatzbank wieder - und das, obwohl er es in der Vorsaison auf 34 Tore für Manchester United brachte. In insgesamt 193 Pflichtspielen für United traf Rooney 92 Mal.

"Sun" spekuliert mit Wechsel zu Real
Rooney, dessen Vertrag eigentlich bis Juni 2012 läuft, wolle alles versuchen, um schon im kommenden Jänner gehen zu können, schrieb die Zeitung "The Times". Die "Sun" spekulierte, dass es den Angreifer zu Real Madrid ziehen könnte. Reals Präsident Florentino Perez sei ein großer Bewunderer des bulligen Stürmers, so das Blatt.

Zumindest aus Madrid kamen am Montag zurückhaltende Signale zu einem möglichen Rooney-Transfer. Reals Generaldirektor Jorge Valdano sagte im spanischen Fernsehen, dass im Jänner weder Zu- noch Abgänge von Stürmern geben werde. Und bis zur nächsten Transferphase im Juni vergehe noch viel Zeit. "Real verfügt über zwei wunderbare: Higuain und Cristiano (Ronaldo). Es gibt außerdem Di Maria und Özil, die die Angreifer versorgen", meinte Valdano. Trainer Jose Mourinho hatte bereits in der vergangenen Woche bekräftigt, dass er im Winter keine neuen Spieler holen wolle.

Landet Rooney bei Stadtrivale ManCity?
Ein weiterer Interessent soll Uniteds neureicher Stadtrivale Manchester City sein. Für die "Citizens" wäre die Verpflichtung von Rooney ein prestigeträchtiges Geschäft. Der Klub sei bereit, tief in die Tasche zu greifen, sodass selbst United dem Angebot nicht widerstehen könne, wird spekuliert.

Anderen Medienberichten zufolge soll ein Auslandstransfer für Rooney nicht infrage kommen, weil er als gebürtiger Liverpooler den Nordwesten Englands nicht verlassen möchte. Außerdem will Gattin Colleen in der Nähe ihrer an einer Entwicklungsstörung leidenden Schwester bleiben. Rooneys Ehefrau unterstützt laut "Yellow Press" auch aus einem anderen Grund die Absichten ihres Mannes. Sie ist demnach auf den gesamten Klub nicht gut zu sprechen, weil sie von den ManU-Kickern über Rooneys Affären nicht informiert wurde.

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(Bild: KMM)



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