Kunstuni-Rektorin:

„Wir müssen Probleme kreativ angehen“

Das erste Jahr im Amt war für die neue Rektorin der Kunstuniversität Linz, Brigitte Hütter, coronabedingt besonders herausfordernd. Monatelang war Präsenzlehre nicht möglich, nun, wenige Wochen nach Semesterstart, spitzt sich die Lage erneut zu.

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Nach der monatelangen Pause ist an der Kunstuni wieder Leben eingekehrt. Doch die Zahlen steigen - wie geht man damit um?

Hütter: Bei uns läuft unter allen Sicherheitsbestimmungen die Uni im Normalbetrieb. Mit steigendenden Zahlen wird es natürlich schwieriger. Wir hatten auch schon einen positiven Fall bei den Studierenden, der aber gut abgrenzbar war. Es ist jedenfalls sehr schön, die Studenten wieder hier zu haben. Was in einer Woche ist, wissen wir aber leider nicht.

Gerade an einer Kunstuni ist Fernlehre schwer möglich.

Ja, daher waren März bis Juni schwierig. Es gab im Sommer die Möglichkeit, nachzuholen, was versäumt wurde, und derzeit sind Werkstätten etc. ständig zugänglich, damit sich die Nutzung streut.

Wie geht es den Studenten mit der Situation?

Es gab viele persönliche Situationen, die schwierig waren. Vom internationalen Studenten, der nicht einreisen durfte, bis zu wirtschaftlichen Problemen wegen des Wegfalls von Nebenjobs. Wir haben vieles versucht, eine Kunst-Auktion, Aufstockung des Notfalltopfs oder den Pool von Leihgeräten erhöht. Aber nicht alles konnten wir in den Griff bekommen.

Eine TU zur Digitalisierung kommt nach OÖ. Welche Schnittstellen gibt es mit der Kunstuni?

Die Digitalisierung fordert uns als Menschen, es gibt viele Themen und Probleme, die man kreativ angehen sollte. Wir haben diese Kreativkompetenz und erhoffen uns viele Synergien.

Wie geht es der Kunstuniversität Linz finanziell?

Mit Corona fiel einiges an Drittmitteln aus, weil Projekte nicht ausgeführt werden konnten. Umgekehrt steuern wir mit so vielen Projektanträgen wie noch nie an Wissenschaftsfonds und Forschungsförderungsgesellschaft dagegen. Und wir haben einen Entwicklungsplan, der Basis für Finanzierungsverhandlungen nächstes Jahr ist.

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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