Für Ärzte

Heimat-Stipendium erfreut Rot und Grün weniger

FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr und sein Gegenüber bei der ÖVP, Christian Dörfel, haben den Vorschlag nach einem Heimat-Stipendium für Ärzte ausgeheckt. Und die entsprechende Resolution an den Bund wurde am Donnerstag im Landtag auch einstimmig beschlossen. Doch SP und Grüne haben mit „Zwangsverpflichtungen“ weniger Freude und fordern etwa weit mehr Studienplätze.

Ein Stipendium während des Medizinstudiums, danach ein paar Jahre verpflichtend versorgungswirksam als Arzt in Österreich arbeiten müssen – das ist die von Mahr und Dörfel propagierte Grundidee für eine weitere Maßnahme gegen den durch Pensionierungen wachsenden Ärztemangel.

Kein Alleingang
Einen oberösterreichischen Alleingang gibt es da eh nicht, sondern bloß eine dringliche Resolution an den Bund, die Idee zu prüfen. Daher stimmten am Donnerstag auch SPÖ und Grüne zu, auch wenn sie mit solchen „Zwangsverpflichtungen“ wenig Freude haben. Sie treten vehementer für mehr Studienplätze bzw. andere Auswahlverfahren als bloßes Bessersein bei einem Aufnahmetest ein.

Zweifel bleiben bestehen
Sowohl der grüne Klubobmann Gottfried Hirz, als auch SPÖ-Abgeordnete Sabine Promberger haben Zweifel, ob dabei wirklich die für den Arztberuf Bestgeeigneten einen Studienplatz bekommen. Nur etwa 12 Prozent der Interessenten erhalten einen solchen weshalb Hirz für eine Erhöhung eintritt. Promberger erinnert auch an Personalmangel in der Pflege.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Mittwoch, 21. Oktober 2020
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