15.10.2020 13:11 |

Corona-Maßnahmen

Weltcup-Auftakt: Alle Augen auf Sölden gerichtet

Innerötztal ist bereit - und will am kommenden Wochenende den Beweis antreten, dass Skifahren in Zeiten von Covid-19 ohne großes Risiko möglich ist. Der Weltcup-Auftakt wird allerdings ohne Fans über die Bühne gehen.

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Sölden soll die Corona-Antwort auf Ischgl werden! Nachdem der Skiort im Paznaun im vergangenen März zum Sinnbild für den achtlosen Umgang mit der Pandemie geworden ist, wollen die Ötztaler das Gegenteil beweisen: Der Saison-Start des Ski-Weltcups soll Vorbild für den Winter werden!

Ziel: Negativ sein und bleiben!
Deshalb sind die Argusaugen der gesamten Ski-Welt auf den Rettenbachferner gerichtet, deshalb äugt auch die Weltcup-Konkurrenz der Biathleten, Skispringer, oder Kombinierer voller Interesse nach Sölden. Klappt es dort, ist es überall möglich. Dessen ist man sich bewusst, das Präventionskonzept ist enorm, die Umsetzung eine Herkules-Aufgabe. „Die größte Herausforderung, vor der ich je gestanden bin“, muss Isi Grüner, Pisten- und Konzept-Chef, zugeben. Das Ziel der gewaltigen Bemühungen: Negativ sein und bleiben! Positiv soll nur die Botschaft sein, die Sölden verkünden will: „Das Bild soll im Kopf wachsen, dass Skifahren in Corona-Zeiten möglich ist.“

Wie das klappen soll:

  • Beide Riesentorläufe sind für Fans nicht zugänglich.
  • 1390 Menschen werden in Sölden erwartet, 1190 müssen einen negativen Test mitbringen. 200 sind „Spezialgäste“ (wie ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel): Die werden abgeschottet.
  • 1390 Gäste werden in vier „Blasen“ eingeteilt: Teams (Sportler, Trainer, Serviceleute), Stuff (Piste, Security etc.), Medien und die „Special Guests“. Kontakt zwischen den Blasen ist streng reglementiert. Für jede Blase gibt’s eigene Hotels.
  • In die Gondel dürfen nur vier Menschen mit Mundschutz und nur aus derselben Blase. Anstehen beim Lift in verschiedenen Linien, jeder nur in seiner Blase.
  • Der Rettenbachferner ist abgeriegelt, Zufahrten zum Tiefenbachferner sind gesperrt.

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

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