06.10.2020 14:54 |

923 Neuinfektionen

Anschober: Zahl „zu hoch“, aber es gibt Positives

Von einem viel zu hohen Wert für die aktuelle Zeit hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hinsichtlich der aktuellen Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden (Stand Dienstag 9.30 Uhr wurden 923 Neuinfektionen gemeldet) am Dienstagnachmittag gesprochen. Alarmierend hoch sei auch die Zahl der neuen Fälle in Wien mit 399. Allerdings gab es auch einzelne Hoffnungszeichen und Positives zu vermelden.

„923 Neuinfektionen bei 18.237 Tests sind für die aktuelle Zeit ein viel zu hoher Wert, der dringend abgesenkt werden muss. Dem stehen 732 Neugenesene gegenüber“, hieß es am Dienstagnachmittag aus dem Gesundheitsministerium. Neben weiterhin alarmierenden Zahlen aus Wien dauere auch das Kontaktpersonenmanagement in Wien „teilweise nach wie vor zu lange“, so die Kritik.

„Wir müssen diese viel zu hohen Zahlen deutlich absenken. Dies kann uns durch starke regionale Maßnahmen in Bezirken mit erhöhtem Risiko und durch eine Stimmung wie im Frühling in der Bevölkerung gelingen“, betonte der Gesundheitsminister.

„Keine völlig neuen Großcluster“
Allerdings gab es auch Positives zu vermelden. So würden „die hohen Zahlen nicht durch völlig neue Großcluster verursacht“ - vielmehr seien „die Hälfte der heutigen Infektionszahlen durch Testungen von Kontaktperson-1-Personen entstanden“, so Anschober.

„Reserven in den Intensivstationen“
Und auch hinsichtlich der Hospitalisierungszahlen ortete der Gesundheitsminister Hoffnungszeichen - so würde vor allem die Zahl der Intensivpatienten „nicht parallel zu den Infektionszahlen“ steigen. „Diese Entkoppelung müssen wir beibehalten, vor allem durch konsequenten Schutz vulnerabler Gruppen. Derzeit sehen wir noch ausreichend Reserven in den Intensivstationen“, erklärte Anschober.

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Schrittweise sind wir auf dem Weg zu einer Stimmung des Mitmachens, der Verantwortungsübernahme, der Vorsicht durch wieder immer größere Teile der Bevölkerung.

Rudolf Anschober, Gesundheitsminister

Ein weiterer Hoffnungsfaktor laut Anschober: ein spürbar steigendes Risikobewusstsein in der Bevölkerung. „Schrittweise sind wir auf dem Weg zu einer Stimmung des Mitmachens, der Verantwortungsübernahme, der Vorsicht durch wieder immer größere Teile der Bevölkerung. Gelingt es, eine Stimmung wie im Frühling wiederherzustellen, dann wäre dies der entscheidende Schritt für eine Verringerung der Infektionszahlen. Wir werden nun verstärkt auf den Zusammenhang zwischen Infektionszahlen und Wirtschaftsentwicklung hinweisen“, so der Gesundheitsminister.

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