Bahnübergang gesperrt

Gleise nach 70 Jahren plötzlich eine Gefahr

GrieskirchenAuf dem Bahnübergang in Taufkirchen sind schon seit vielen Jahren die Gleise höhenversetzt. Im Frühjahr stellten Experten im Zuge der Überprüfung der Schranken den „Missstand“ fest und verhängten auf der stark befahrenen Landesstraße ein Fahrverbot. Die Sperre erhitzt die Gemüter.

„Ich hoffe, dass es im Oktober eine Lösung gibt“, klingt beim Taufkirchner Bürgermeister Gerhard Schaur (VP) schon Verzweiflung durch. Seit fast einem dreiviertel Jahr ist ein Teil der Rottenbacher Straße für mehrspurige Kraftfahrzeuge gesperrt. Wer von Ober- nach Niedertrattnach will, muss einen weiten Umweg in Kauf nehmen oder eine Strafe riskieren. Auch die Zufahrt zum Bahnhofsparkplatz ist gesperrt. Grund ist eine Unebenheit auf den Gleisen.

Gemeinde sind Hände gebunden
„Den Bahnübergang gibt es schon sicher 70 Jahre“, wundert sich Ortschef Schaur über das nun erst so spät festgestellte „Problem“. Gefahr bestand keine. Es haben sich lediglich einige tiefergelegte Autos ihre Ölwanne ruiniert. Der Gemeinde sind die Hände gebunden, da es sich um eine Angelegenheit der Landesstraßenverwaltung und der ÖBB handelt. Sie müssen sich auf den Umbau einigen.

Auf Kuppe stecken geblieben
„Ich bin zwar Jurist und kein Techniker. Aber so wie es aussieht, ist das gar nicht so einfach“, meint Heinz Raab von der Bezirkshauptmannschaft. Sie hat das umstrittene Fahrverbot verhängt. Zur Problemlösung bedarf es aus seiner Sicht einer „kleinen, technischen Meisterleistung.“ Die Kritik an der Straßensperre weist er zurück. „Vor ein paar Jahren haben die ÖBB an den Gleisen Änderungen vorgenommen. Es sind schon Autos auf der Kuppe stecken geblieben. Gar nicht auszudenken, was passiert, wenn ein ICE herbeirauscht.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Mittwoch, 28. Oktober 2020
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