16.09.2020 17:12 |

Rückenwind für Ausbau

Steirer sind mit neuem Ökostromgesetz zufrieden

Lange Zeit musste die steirische Energiewirtschaft auf das Gesetz zum Ökostromausbau warten, seit Mittwoch liegt ein Entwurf der Regierung vor. Für die Energie Steiermark ist er „eine gute Basis“, um die vielen geplanten Projekte voranzutreiben. Alles ist aber nicht im grünen Bereich...

Erneuerbare-Energie-Projekte von über 1,2 Milliarden Euro möchte die Energie Steiermark in den nächsten fünf Jahren umsetzen. Das sollte mit dem neuen Gesetz, das nun zur Begutachtung vorliegt, leichter möglich sein. 

Eine erste Analyse der Energie-Steiermark-Vorstände Christian Purrer und Martin Graf fällt überwiegend positiv aus. Erfreulich sei etwa, dass die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Bundesländer berücksichtigt werden. „Denn die Steiermark hat aufgrund ihrer topografischen Situation insbesondere auch im Bereich der Windkraft in Berg-Regionen wesentlich höhere Kosten zu stemmen als andere Bundesländer.“ 100 Windräder möchte das Landes-Energieunternehmen in den nächsten Jahren errichten.

„Alle Potenziale auf Dächern nutzen“
Auch das Bekenntnis zur Fotovoltaik freuen sich die Vorstände, „immerhin wollen wir hier alle Potenziale auf Dächern und auf brachliegenden Frei-Flächen nützen. Hier sehen wir ein Potenzial von bis zu 450 Hektar an Kollektoren. In Bärnbach haben wir uns ja die Option für die Errichtung einer Groß-Anlage auf dem Areal des ehemaligen Braunkohle-Abbaugebietes gesichert“. 

Noch etwas zu wenig berücksichtigt sei laut Energie Steiermark die „dringend notwendige Aufrüstung der Netze“ - und die Ökologisierung von Gas („Greening the Gas“) fehle völlig im Gesetzesentwurf. „Gerade hier sehen wir jedoch große Chancen für eine massive C02-Reduktion.“

„Frist für Stellungnahmen ist knapp“
„Die Vereinheitlichung der Förderdauer auf 20 Jahre für Wind, Fotovoltaik und Wasserkraft bringt zwar eine Senkung der Prämien, schafft jedoch gleichzeitig eine langfristige Planungs-Sicherheit - und das ist grundsätzlich positiv. Die Frist für Stellungnahmen und Inputs ist sehr knapp - wir setzen jedoch darauf, dass die steirischen Vorschläge Berücksichtigung finden", so Purrer und Graf abschließend.

Jakob Traby
Jakob Traby
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