07.09.2020 09:19 |

„Muss Besten holen“

Monza-Fiasko: Berger kritisiert Ferrari-Personal

Doppel-Aus in Monza: Der Absturz vom einstigen Top-Team Ferrari geht munter weiter! Gerhard Berger, Österreichs Motorsport-Legende und Ex-Pilot der Scuderia, kritisiert nun das Personal beim italienischen Rennstall und spricht von einem „ziemlichen Absturz“.

Von 1987 bis 1989 und von 1993 bis 1995 saß der heute 61-Jährige im Cockpit von Ferrari. Beim Grand Prix in Monza musste er das nächste Debakel der „Roten“ mitansehen. Zuerst explodierte die Bremsleitung bei Sebastian Vettel, dann verlor auch noch Charles Leclerc in der Parabolica die Kontrolle über seinen SF1000, der völlig demoliert im Reifenstapel landete.

Das Fiasko war perfekt, Ferrari steckt tief in der Krise. Und ein Ende ist laut Berger nicht in Sicht. „Ich glaube, dass Ferrari wieder etwas in dieses Wunschdenken gefallen ist, wir wollen mit Italienern die Meisterschaft an Land ziehen“, schildert der Österreicher im „AvD Motorsport Magazin“. Was Unverständnis bei ihm auslöst. Denn: „Der Erfolg wäre sowieso in Italien gelandet, weil Ferrari ein italienisches Team ist. Aber für das Team muss man die Besten holen - und zwar weltweit.“ Mit der Schumacher-Ära liefert er auch gleich ein Beispiel: „Diese Zeit war unglaublich. Aber da war auch eine gute Truppe beisammen mit Jean Todt, Ross Brawn und Michael“

„Sieht man auch Sebastian an“
Auch zu Bergers Zeiten hatte Ferrari viele Durststrecken: „Sie waren vielleicht nicht so extrem wie aktuell, aber sie waren auch schwierig. Aber da kommt man nur mit harter Arbeit über Jahre nach vorne. Das hat Ferrari geschafft, aber nun haben sie einen ziemlichen Absturz. Das dann noch kombiniert mit Vettels Ausstieg ist eine mühsame Zeit. Das sieht man dem Sebastian auch an.“

krone Sport
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