05.09.2020 06:01 |

Spaziergang mit Ludwig

Autofreie City: „Keine Schnellschüsse, bitte“

Im September will Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) entscheiden, ob das Konzept einer autofreien City umgesetzt wird. Alles andere als eine Ablehnung wäre eine Riesenüberraschung. Ludwig führte am Freitag Gespräche mit mehr oder weniger prominenten Anrainern. Einhelliger Tenor: „Keine Schnellschüsse, bitte.“

Für eine Verkehrsberuhigung in der City gibt es eine breite Mehrheit. Das Konzept von Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) stößt auf deutlich weniger Zustimmung. Bei Ludwigs Spaziergang wurde das einmal mehr klar.

„Brauchen gut abgestimmte Lösung“
So verwies Dompfarrer Toni Faber auf die Gottesdienstbesucher von außerhalb der City: „Rund 95 Prozent.“ Einige seien auf das Auto angewiesen. Wichtig wären auch Zufahrtsregelungen für Veranstaltungen beim Stephansdom. „Wir brauchen eine gut abgestimmte Lösung“, so Faber.

Skepsis und massiver Widerstand
In der Buchhandlung Leporello würde sich Hausherrin Rotraut Schöberl vor allem den nahen Taxistand erhalten, da er wichtig für die Kunden sei. Hemdenmacher Nicolas Venturini ist ebenso für eine gut durchdachte Lösung: „Es kann nur gemeinsam gehen.“ Massiven Widerstand gibt es von der ARGE Zweirad wegen des geplanten Verbots von Motorrädern. Generalsekretärin Karin Munk hält den Entwurf sogar für „verfassungswidrig“.

Ludwigs Bilanz nach dem Rundgang: „Viele Fragen sind noch offen.“ Vor der Entscheidung wartet der Stadtchef aber noch auf ein Rechtsgutachten. Geplant sind auch noch Gespräche mit Bezirk und Polizei.

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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