Eine neue Gegenüberstellung aller Landesversorger zeigt: Wien Energie ist einer der günstigeren Strom-Anbieter in Österreich. Anlass für den Preisvergleich ist die Ankündigung eines neuen „Österreich-Tarifs“ durch den Verbund, der die Preislandschaft gehörig unter Druck bringen dürfte.
578 Euro pro Jahr, und mit einjähriger Bindung sogar nur 531 Euro pro Jahr zahlt ein durchschnittlicher Haushalt brutto für den Strom, wenn er ihn bei Wien Energie bezieht. Nicht mitgerechnet sind dabei Netzkosten und Abgaben. Damit liegt der Wiener Landesversorger im guten günstigen Mittelfeld, zeigt eine Gegenüberstellung aktueller Tarife durch das arbeitnehmernahe Momentum Institut.
Strommarkt vor nachhaltigen Veränderungen
Wien Energie ist damit zwar ein Stück weit entfernt von den Billigtarifen im Westen des Landes (Vorarlberg: 441 Euro, Tirol: 436 Euro), aber noch weiter von den teureren Landes-Anbietern im Rest des Landes, mit der Energie Graz und 751 Euro als Spitzenreiter. Die meisten Anbieter bewegen sich im Preisband von 640 bis 690 Euro pro Jahr. Lediglich Kärnten und Salzburg kommen dem Wiener Angebot mit 590 Euro einigermaßen nahe.
Der Markt sorgt nicht für leistbare Energiepreise, sondern dafür, dass Haushalte mehr zahlen als nötig.
Oliver Picek, Chefökonom des Momentum Instituts
Der Anlass für die Aufstellung ist die Ankündigung des mehrheitlich staatlichen Verbunds – derzeit mit 689 Euro unter den teuersten Anbietern – für einen „Österreich Tarif“ von nur 467 Euro Arbeitskosten für einen durchschnittlichen Haushalt pro Jahr. Details des Tarifmodells, vor allem die Höhe der Grundpauschale, sind zwar noch offen. Klar ist aber, dass der Preisdruck auch auf alle anderen Anbieter steigen wird.
Ohnehin wird der Strommarkt derzeit aber gehörig durchgewirbelt: Der versprochene Sozialtarif ab 1. April wird die Stromkosten für einen Haushalt nach Berechnungen des Momentum Instituts auf durchschnittlich 232 Euro beschränken. Rund 250.000 einkommensschwache Haushalte dürften für den staatlich geförderten Strompreis infrage kommen. Zudem verhandelt die Bundesregierung gerade über die Beschränkung des Strompreises auf zehn Cent pro Kilowattstunde als „Energiekrisenmechanismus“.
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