Corona-Hilfspaket:

Nur 14 Millionen statt halber Milliarde Euro

„580 Millionen Euro für die Menschen und Betriebe in Oberösterreich“, hat die Landesspitze am 7. April zur Bewältigung der Corona-Krise versprochen. Die Zahl spukt noch immer durch die Polit-PR, umgesetzt wurde in den fünf Monaten seither aber nur ein Bruchteil, nämlich (großzügig gerechnet) 94 Millionen Euro. Das zeigt eine Zwischenbilanz, die ÖVP-Landesrat Markus Achleitner zog.

An der Seite von Achleitner zeigte sich JKU-Wirtschaftswissenschafter Teodoro Cocca noch am Donnerstag beeindruckt vom „580 Millionen €-Paket“ des Landes: „Außergewöhnlich hinsichtlich seiner finanziellen Größenordnung.“

Nur Bruchteil
In der Realität ist bisher nur ein Bruchteil angekommen, nämlich – laut Landesrat Achleitner – insgesamt 94 Millionen Euro. Aber selbst diese sind mit 70,4 Millionen Euro für Corona-Schutzausrüstung, die zu 89 Prozent aus China stammt, aufgebläht.

Tourismus-Hilfe
Aus Achleitners Wirtschafts- und vor allem seinem Tourismus-Ressort sind bisher 13,5 Millionen € an Hilfen geflossen, plus 570.000 Euro Soforthilfe für St. Wolfgang. Macht etwas mehr als 14 Millionen €.

Nur Getröpfel
Achleitner begründet dieses bloße Getröpfel vor allem damit, dass der Bund seine Corona-Krisenmaßnahmen seit April nach und nach verbessert und aufgestockt habe, weshalb der Bedarf nach Ergänzungen durch Landesmittel nicht so hoch wie erwartet/befürchtet gewesen sei.

„Unsicherheit bleibt“
Und womöglich wird man doch noch mehr Geld aus dem Landespaket brauchen. Laut Cocca ist die Wirtschaft „noch nicht über den Berg“ und „die Unsicherheit bleibt“. Deshalb setzt auch Achleitner hinsichtlich der weiteren Corona-Folgen auf eine Mischung aus Vorsicht und Zuversicht.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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