Singende Mediziner

Musikinstrumente statt Stethoskop mitgebracht

Oberösterreich
26.12.2025 08:00

Etwas ganz besonderes haben sich die beiden Linzer Ärzte Katharina Kloimstein und Siegfried Pichelmann zu Weihnachten ausgedacht. Statt wie normalerweise mit Stethoskopen schauten die beiden mit Musikinstrumenten im Sonnenhof Lenaupark vorbei und verbrachten mit den Senioren musikalische Stunden.

Üblicherweise sind Katharina Kloimstein (50) und Siegfried Pichelmann (66) mit medizinischen Instrumenten im Sonnenhof Lenaupark unterwegs. Nicht aber dieses Mal: Die beiden betreuenden Hausärzte gaben wohlklingende weihnachtliche Weisen zum Besten. „Meine Kollegin war am Mozarteum in Salzburg, spielt exzellent Querflöte. Ich spiele Gitarre, und wir musizieren auch privat hin und wieder zusammen“, so der Linzer Mediziner.

Ein kleines Privatkonzert
„Da lag die Idee nahe, dass wir den Bewohnern eine Freude machen und ihnen zu Weihnachten etwas vorspielen.“ Eigentlich hatte das Duo nur ein Stockwerk im Visier, doch weil die schönen Klänge im ganzen Haus aufhorchen ließen, traten die beiden gleich mehrfach auf – in Gemeinschaftsbereichen, aber auch in Zimmern bettlägeriger Patienten für ein kleines Privatkonzert.

Kindheitserinnerungen hochgekommen
Im Programm: konzertante Lieder wie Leonard Cohens „Halleluja“, „Greensleeves“ oder „Amazing Grace“, aber auch traditionelle Weihnachtslieder wie „Ihr Kinderlein kommet“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und natürlich „Stille Nacht“: „Die haben am meisten Anklang gefunden. Viele der Patienten in diesem Haus sind sehr alt, krank, dement, in sich gekehrt und sprechen kaum. Aber bei diesen Liedern haben sie mitgesungen, da sind die Kindheitserinnerungen hochgekommen. Das war auch für uns wunderschön und sehr rührend“, freut sich der pensionierte Mediziner.

Statt medizinischer Instrumente brachten die Hausärzte Katharina Kloimstein und Siegfried ...
Statt medizinischer Instrumente brachten die Hausärzte Katharina Kloimstein und Siegfried Pichelmann diesmal musikalische mit ins Heim und sorgten für große Freude.(Bild: Kloimstein/Pichelmann)

Auch einer Bewohnerin war die Freude deutlich anzuhören: „Die beiden haben irre viel Arbeit, und beide haben Familien. Trotzdem nehmen sie sich die Zeit, zu uns ins Heim zu kommen und so wunderschön zu musizieren – auch für die, die nicht mehr aus dem Bett kommen!“

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