02.09.2020 06:00 |

Kosten noch unbekannt

Stadt Wien will umstrittenen Gürtel-Pool kaufen

Trotz scharfer Kritik am Gürtel-Pool spricht die Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) von einem „erfolgreichen Projekt“. Jetzt soll die Stadt den Pool sogar kaufen. Das umstrittene Projekt hat bislang 160.000 Euro verschlungen. Wie viel der Pool die Stadt kosten würde, wird nicht verraten. Wir haben einen Experten gefragt.

Nach dem Untergang des Gürtel-Pools schöpft Hebein doch noch Hoffnung: Das Schwimmbecken könnte bleiben! Bislang bestand nur ein Mietvertrag, es gäbe aber eine Kaufoption bis Ende des Jahres, hieß es Dienstag. Wie viel die Stadt dafür auf den Tisch legen müsste, will sie noch nicht verraten.

Wir haben nachgefragt: Laut Expertenmeinung kostet ein Pool in dieser Größe mindestens 100.000 Euro. „Je nach Ausstattung und Technik sind aber nach oben keine Grenzen gesetzt“, sagt der Inhaber eines Wiener Pool-Vertriebs. Nachdem Hebein selbst über die teure Technik gesprochen hatte, wird sich diese Preisangabe wohl um ein Vielfaches nach oben bewegen.

25.000 Besucher, Pool 15.000-mal benutzt
Auf die Frage, warum das Schwimmbecken gekauft werden soll, verweist die Grünen-Chefin auf die vielen Anfragen von anderen Bezirken und Städten, die an einer Nutzung interessiert sind. Zudem sagt sie: „Für mehr Lebensqualität ist es mir jeden Euro wert.“ Außerdem wurde eine erste Bilanz für das umstrittene Projekt erhoben: In Summe zählte die „Gürtelfrische-West“ rund 25.000 Besucher, der Pool selbst wurde 15.000-mal benutzt.

Die Kosten für die Stadt Wien belaufen sich auf 160.000 Euro. „Das sind zwölf Cent pro Steuerzahler in Wien“, sagt der Bezirksvorsteher des 15. Bezirks, Gerhard Zatlokal. Der Kauf des Pools ist nicht inbegriffen.

Kathi Mötzl, Kronen Zeitung

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