26.08.2020 19:30 |

Erwartet kürzere Krise

Kurz: Rückkehr zur Normalität bis Sommer 2021

Nach einer aufgrund der Corona-Krise äußerst kurzen Sommerpause steht ein heißer politischer Herbst bevor. Den Anfang macht Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bereits am Freitag mit seiner Rede zur Lage der Nation. Und die hat es gleich einmal in sich: Wie die „Krone“ vorab erfuhr, wird der Regierungschef in seiner Ansprache an die Bevölkerung darauf eingehen, dass die Pandemie voraussichtlich kürzer dauern werde, als viele Experten ursprünglich angenommen haben. Er rechnet sogar damit, dass eine Rückkehr zur Normalität bis Sommer 2021 möglich sei.

„Wir stehen vor einem schwierigen Herbst und Winter. Allerdings ist damit zu rechnen, dass es nächstes Jahr eine starke Entlastung durch mögliche Impfstoffe und Medikamente geben wird, sodass wir im Laufe des Jahres voraussichtlich wieder unser normales Leben führen werden können“, stellt der Bundeskanzler eine baldige Normalisierung des Alltags in Aussicht.

Verschärfung der Maßnahmen möglich
Die Regierungen auf der ganzen Welt seien derzeit damit beschäftigt, die schwerwiegende Gesundheitskrise zu managen. Für die Länder der nördlichen Halbkugel seien der bevorstehende Herbst und Winter aufgrund der gleichzeitig zu erwartenden Grippewelle und der wetterbedingten Verlagerung der Aktivitäten nach drinnen eine besonders große Herausforderung. Deshalb rechne man auch in Österreich mit einem neuen Aufflammen von Covid-19-Infektionen, was auch eine vorübergehende Verschärfung der Maßnahmen notwendig machen könnte.

Rückkehr zur Normalität bis Sommer 2021
Trotzdem erwartet das Bundeskanzleramt, dass die Verbreitung des Virus im Laufe des Jahres 2021 nachhaltig eingedämmt werden kann und eine Rückkehr zur Normalität bis zum Sommer des nächsten Jahres möglich sei. Möglich machen sollen das vielversprechende Entwicklungen bei der Schutzimpfung, der Behandlung und zuverlässige Schnelltests. Diese Prognose baue auf laufende Gespräche mit heimischen und internationalen Gesundheitsexperten, Forschern, Pharmaunternehmen und politischen Entscheidungsträgern auf.

Mutationen könnten Virus abschwächen
Obwohl Neuansteckungen mittlerweile vor allem jüngere Menschen betreffen würden, sei das Virus weiterhin ansteckend und besonders für Risikogruppen gefährlich. Aus epidemiologischer Sicht könnten Mutationen von SARS-CoV-2 auch zu Neuansteckungen von zuvor erfolgreich geheilten Patienten führen, aber auch dazu, dass das Virus zwar immer ansteckender, aber auch der Krankheitsverlauf immer milder werde.

Wirksamer Impfstoff im ersten Halbjahr 2021?
Mit einem wirksamen Impfstoff rechnet der Bundeskanzler noch in der ersten Jahreshälfte 2021. Außerdem konzentriere sich die Forschung bei der Behandlung von Covid-19 derzeit vor allem auf Mittel zur Linderung von besonders schweren Verläufen. Hier gebe es ebenfalls schon vielversprechende Entwicklungen. Zusätzlich sollen verlässliche Schnelltests zur Erkennung von Antikörpern eine Rolle spielen.

Martin Grob
Martin Grob
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