Beeindruckende Zahlen

Inter-Torjäger Lukaku auf den Spuren von Ronaldo

Italiens Fußball-Vizemeister Inter Mailand ist am Montagabend in Düsseldorf mit einem 5:0-Kantersieg über Schachtar Donezk ins Europa-League-Finale gestürmt. Maßgeblichen Anteil an Inters Finaleinzug hat Torjäger Romelu Lukaku, der nun auf den Spuren einer Legende wandelt.

Zwar agierte der Belgier am Montag lange glücklos, doch dann traf der 27-Jährige gleich doppelt (78., 84.). Somit ist der Inter-Stürmer der erste Spieler, der in zehn aufeinanderfolgenden Europa-League-Partien mindestens einen Treffer erzielt hat.

Lukaku wechselte erst im vergangenen Sommer von Englands Rekordchampion Manchester United nach Mailand. Und er könnte am Freitag endgültig Erinnerungen an Ronaldo wecken. Der brasilianische Mega-Star, Weltmeister 2002 und dreimaliger Weltfußballer (1996, 1997 und 2002), erzielte in seiner Premieren-Saison für Inter 1997/98 insgesamt 34 Pflichtspiel-Tore - und gewann mit dem Verein am Ende auch den UEFA-Cup. Lukaku steht seit Montag bei 33 Pflichtspiel-Toren für die Mailänder.

Conte begeistert
„Die Spieler verdienen jedes Lob. Es war eine Super-Leistung. Wir haben so gespielt, dass Schachtar wie ein Durchschnittsteam ausgesehen hat“, lobte Trainer Antonio Conte seine Mannschaft in den höchsten Tönen.

Inter mit Rekorden ins Finale gegen Rekord-Sieger
Der FC Sevilla geht am Freitagabend (21 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) in Köln als Rekord-Gewinner des Bewerbs ins Finale. Insgesamt fünf Mal haben die Andalusier den zweitwichtigsten Europacup gewonnen. Von 2014 bis 2016 triumphierten sie gleich drei Mal en suite in der Europa League, nachdem sie 2006 und 2007 bereits den UEFA-Cup gewonnen hatten. Doch Inter nimmt gleich mehrere aktuelle Bestmarken ins erste Endspiel eines Europacup-Finalturniers mit.

Ein 5:0 in einem Halbfinale der Europa League oder auch des Vorgänger-Bewerbs UEFA-Cup hatte es bis zum Montag noch nie gegeben. Und das, obwohl es normalerweise ein Hin- und Rückspiel gab. Im gesamten Europacup gab es ein 5:0 im Halbfinale zuletzt vor 31 Jahren: Damals besiegte Inters Stadt-Rivale AC Milan nach einem 1:1 im Hinspiel Real Madrid im Europacup der Landesmeister mit demselben Ergebnis - und gewann dann auch das Endspiel in Barcelona gegen Steaua Bukarest klar mit 4:0.

Warnung des Trainers
Doch selbst der euphorische Conte warnte sein Team vor Übermut. „Wir sollten das Ergebnis nicht überbewerten“, betonte der 51-Jährige mit Blick auf die eindrucksvolle Erfolgsbilanz des Finalgegners. „Viele von uns erleben zum ersten Mal in ihrer Karriere so ein Spiel, Sevilla hat dagegen schon extrem viel Erfahrung.“

Erster Titel seit 2011?
Für Inter geht es am Freitag auch um das Ende einer Durststrecke: Seit dem italienischen Cup-Triumph 2011 haben die „Nerazzurri“ keinen Titel mehr gewonnen. „Wir sind bereit für Großtaten“, tönte der argentinische Inter-Stürmer Lautaro Martinez, der wie Lukaku zwei Tore (19., 74.) gegen Schachtar erzielte.

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Mittwoch, 23. September 2020
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