Europa League

Sevilla wirft ManU raus und zieht ins Finale ein

Der FC Sevilla geht am Freitag in seinem sechsten Europacup-Finale auf den sechsten Titel los. Die Spanier besiegten Manchester United am Sonntagabend beim Europa-League-Finalturnier in Köln mit 2:1 (1:1). Der eingewechselte Luuk de Jong staubte in Minute 78 zum 2:1 ab, davor hatten Bruno Fernandes (9./Elfer/ManU) und Suso (26.) getroffen.

ManU hatte zuvor die zweite Hälfte dominiert und viele Chancen ausgelassen. Für den 20-fachen englischen Meister platzte damit der Traum von der europäischen Trophäe. Eine starke Saison von United u.a. nach Platz drei in der Premier League blieb damit unbelohnt.

Sevillas Gegner im Finale wird am Montagabend (21.00 Uhr) zwischen Inter Mailand und Schachtar Donezk ermittelt. Das Finale geht am Freitag (21.00) in Köln in Szene.

Guter Beginn für ManUnited
Dabei hatte alles gut für die Red Devils begonnen: Diego Carlos foulte Marcus Rashford im Strafraum und der Toptorschütze der Europa League konnte anschreiben. Bruno Fernandes verwertete den Penalty in der 9. Minute zum 1:0 für Manchester. Es war bereits der achte Treffer im laufenden Bewerb für den Portugiesen, sein fünfter in Folge aus einem Strafstoß.

Den ersten halbgefährlichen Angriff von Sevilla verbuchte Lucas Ocampos in der 16. Minute, doch ManU-Goalie De Gea war auf dem Posten. Sevilla ließ sich nicht vom Rückstand beeindrucken und in der 26. Minute gelang Suso nach schönem Angriff und Vorarbeit von Reguilon der verdiente Ausgleich für die Spanier.

Die Spanier hatten weiter mehr Ballbesitz, doch in der 33. Minute hätte Anthony Martial beinahe erneut die Führung für 20-fachen englischen Meister erzielt. Nach Zuspiel von Paul Pogba hob der Franzose den Ball vom Sechzehner nur knapp über die Querlatte - zu diesem Zeitpunkt erst die erste gute Chance aus dem Spiel heraus für United.

Bei einem wuchtigen Rashford-Freistoß hatte Sevilla-Goalie Yassine Bounou in der 39. Minute Mühe, es sollte eine Drangperiode der Roten Teufel einleiten. Der neuerliche Führungstreffer gelang aber nicht, es blieb beim 1:1 zur Pause.

Viele ManU-Chancen nach der Halbzeit
United-Coach Ole Gunnar Solskjaer dürfte sein Team in der Kabine zu mehr Aggressivität aufgerufen haben, denn Manchester drückte mit einer Vielzahl von Chancen aufs Tor der Andalusier. Gleich nach dem Seitenwechsel vergab der erst 18-jährige Mason Greenwood (46.) nach toller Steilvorlage von Fernandes die große Chance zum Blitzstart in Hälfte zwei, Bounou verhinderte aber mit einer guten Parade den Rückstand Sevillas. In der Folge hatten innerhalb weniger Minuten Martial, Rashford und Fernandes hochkarätige Chancen.

Manchester war nun klar besser, Sevilla-Coach Julen Lopetegui versuchte durch einen Doppeltausch in der 56. Minute, u.a. durch Luuk de Jong, seinem Team Stabilität zu geben. Das Spiel flachte etwas ab, Aufregung gab es kurz in der 73. Minute als ein Freistoß von Jordan Fernandes an der Hand traf. Der verlangte Hand-Elfmeter wurde aber nach Videostudium nicht gegeben.

Siegtreffer aus dem Nichts
Der eingewechselte Luuk de Jong sorgte dann wie aus dem Nichts für die Führung von Sevilla. Nahe an de Gea stehend verwertete de Jong in der 78. Minute eine Hereingabe von Kapitän Jesus Navas zum 2:1. Dieser Treffer sollte zum „Goldtreffer“ für die Spanier werden, denn United erholte sich von diesem Schock nicht mehr.

Der Gegner wird am Montagabend (21.00 Uhr) in Düsseldorf ermittelt, wo Inter Mailand und Schachtar Donezk aufeinandertreffen. Beide starteten eigentlich in der Champions League in den Europacup und stiegen als Gruppendritter ab. Beide Clubs haben den Vorgänger-Wettbewerb schon gewonnen.

Der italienische Vizemeister aus Mailand, der den UEFA-Cup 1991, 1994 und 1998 holte, setzte sich im Viertelfinale mit 2:1 gegen Bayer Leverkusen durch. Der ukrainische Meister aus Donezk hatte den UEFA-Cup im letzten Austragungsjahr 2009 geholt.

Der Gegner im Finale heißt entweder Inter Mailand oder Schachtar Donezk.

FC Sevilla - Manchester United 2:1 (1:1)
Köln.
Tore: Suso (26.), de Jong (78.) bzw. B. Fernandes (9./Elfer)

Zweites Halbfinale am Montag (21.00 Uhr) in Düsseldorf: Schachtar Donezk - Inter Mailand

Finale am Freitag (21.00 Uhr) in Köln

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