13.08.2020 12:48 |

Evaluierung im Herbst

Kampf gegen Zweitwohnsitze läuft zäh

Seit gut einem Jahr wird im Land Salzburg intensiv über die Zweitwohnsitz-Problematik diskutiert. Bis Ende des Vorjahres konnten Nebenwohnsitze gemeldet und damit legalisiert werden. Für heuer kündigte Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) rigorose Maßnahmen an. Noch läuft es schleppend, im Herbst wird evaluiert.

Die Zahl der Zweitwohnsitze in Salzburg wird auf bis zu 40.000 geschätzt – gemeldet wurden bis Jahresende 2019 lediglich 2798. Nun sollen die Gemeinden dahinter sein, illegale Zweitwohnsitze aufzuspüren. Unterstützung gibt es von der neu eingerichteten Stabsstelle des Landes. „Wir bekommen Hinweise, allerdings noch in nicht besonders hohem Ausmaß“, betont Landesrat Josef Schwaiger, der das Thema bei einem runden Tisch im Herbst mit den Regionalverbänden diskutieren will. Dann soll auch das Raumordnungsgesetz evaluiert und gegebenenfalls nachgebessert werden. Dasselbe gilt für das Landesentwicklungsprogramm.

Für die SPÖ ist der Kampf gegen Zweitwohnsitze zu lasch. Eine Anfrage soll Klarheit zum weiteren Vorgehen liefern. „Nebenher werden neue Komplexe gebaut, die in einigen Jahren nach der verpflichtenden Vermietung der Appartements auch wieder echte Zweitwohnsitze sind“, kritisiert die SP-Abgeordnete Karin Dollinger.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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